Armin Hornberger, Leiter Produktmanagement IVC, Pepperl+Fuchs, Mannheim
1. Bewährter Vorgänger 2. Farbe und Firmware für Sicherheit 3. Fahrerlos mit beliebiger Navigation 4. Einfache Montage, schnelle Parametrierung
Sicherheitsrelevante Absolutpositionierung wird umso häufiger benötigt, je mehr Abläufe in der Intralogistik automatisiert werden. Auch im Tür-, Tor- und Aufzugsbau (TTA) sowie in Windrädern gehört sie zu den Systemvoraussetzungen. Typische Anwendungen sind Elektrohängebahnen, Regalbediengeräte, mobile Roboter, Drehtische oder Krananlagen. In solchen Anwendungen hat sich bereits der Vorgänger des PXV, das PCV-System, seit 2011 als zuverlässiger Lieferant von Positionsdaten bewährt.
Bewährter Vorgänger
Schon dieses Vorgängersystem benötigt zur Orientierung nur einen einzigen Code des DataMatrix-Bandes, das hier noch einfarbig ist. Dieser Code kann sogar beschädigt sein, da das Lesefenster gleichzeitig mehrere Codes erfasst. Damit erkennt es auch bei kompromittierten Bandabschnitten die X-Position auf 0,1 mm genau. Es kommt dabei mit einer einzigen Kamera aus und unterscheidet sich damit von anderen auf dem Markt verfügbaren Systemen in einem wesentlichen Punkt: An den Spur-Weichen erhalten Zwei-Kamera-Systeme abweichende Positionssignale und benötigen zusätzliche Mechanismen, um die Positionsdaten abzusichern. Mit der einzelnen Kamera ist diese Art der Irritation ausgeschlossen.
2017 entstand auf der Grundlage des PCV das PXV-System. Um die Erkennung der Codes noch weiter zu verbessern, wurde sein Lesefenster auf 120 x 80 mm vergrößert und der Tiefenschärfebereich erweitert. Bei unverändert hoher Auflösung hat man zudem die Größe der Codes für den PXV auf 15 x 15 mm vervierfacht. Diese Verbindung aus verbesserter Optik und grobkörnigem Code-Design ist eine wirkungsvolle Vorkehrung gegen die im Betriebsalltag unvermeidliche Verschmutzung des DataMatrix-Bandes. Wie der PCV erfasst auch der PXV mehrere Codes gleichzeitig, die Positionsbestimmung bleibt also redundant und funktioniert selbst bei völliger Zerstörung einzelner Codes. Das Codeband kann sogar bis zu einer Strecke von 75 mm vollständig unterbrochen sein, ohne dass dies die Funktion beeinträchtigt wäre.
Farbe und Firmware für Sicherheit
Mit der Entwicklung des PXV-Systems wurden auf derselben technologischen Grundlage auch zwei sichere Varianten hinzugefügt: safePXV für schienengeführte und safePGV für autonom-fahrerlose Transportsysteme. Der erste Schritt zur erhöhten Sicherheit ist hier die erneute Modifizierung des grobkörnigen DataMatrix-Bandes. Die Codes sind für die Safe-Systeme in drei Farben ausgeführt und verfügen damit über eine weitere Redundanz-Dimension. Sie bestehen aus roten und blauen Elementen, wo diese sich überlagern, ist der Code schwarz.





