Inhaltsverzeichnis 1. 3D-Bildverarbeitung erfasst Freiformflächen 2. 3D-Bildverarbeitung mit moderner Sensorik 3. Virtuelle Inbetriebnahme, flexibel, skalierbar und prozesssicher 4. VMT fokussiert auf ganzheitliche Systemlösungen
3D-Bildverarbeitung erfasst Freiformflächen
So kann das System auch Bauteile erfassen, die keine prägnanten optischen Merkmale aufweisen, sondern hauptsächlich aus Freiformflächen bestehen, wie Karossen-Ausschnitte oder auch ganze Fahrzeuge in der Automobilfertigung. Das System ist skalierbar und kann sowohl sehr kleine als auch besonders großvolumige Bauteile oder Baugruppen erfassen, da die Sensorik passend zum Messobjekt gewählt werden kann. Zugleich bietet OSC 6D durch seine geometrische Formerkennung einen integrierten Kollisionsschutz, da Abweichungen in der erwarteten Geometrie, wie eine unbeabsichtigt offenstehende Klappe oder ein vergessenes Betriebsmittel aufgrund des angepassten Messvolumens zusätzlich erkannt werden können. Ein weiterer Vorteil: VMT OSC 6D kann virtuell, das heißt nur anhand von CAD-Daten der Roboterzelle und des Objektes, eingerichtet und in Betrieb genommen werden – ein Original-Bauteil-Muster oder ein Prototyp sind dazu nicht erforderlich.
3D-Bildverarbeitung mit moderner Sensorik
Für die 3D-Messung der Form, der Position und der Drehlage von Bauteilen nutzt VMT OSC 6D moderne 3D-Sensorik. Basierend auf dem Stereo-Matching-Prinzip wird das Bauteil von zwei Bildsensoren erfasst, um daraus die 3D-Position jedes einzelnen Bildpunktes zu berechnen, unabhängig von dessen Farbe und robust gegenüber Fremdlichteinflüssen. Um auf ebenen Oberflächen mit nur wenig geometrischer Information arbeiten zu können, erzeugt ein leistungsfähiger Projektor auf den Objekt geometrische Muster, sogenannte Hilfsstrukturen, die eine Zuordnung der einzelnen Bildpunkte zueinander ermöglichen. Als Ergebnis entsteht eine hochauflösende 3D-Punktewolke, als ein präzises räumliches Abbild des gemessenen Objekts. Dieses vergleicht das Bildverarbeitungssystem mit den gespeicherten CAD-Referenzdaten und errechnet so dreidimensionale Kontur-, Positions- und Orientierungswerte zur Roboterführung. Um auch hohen Genauigkeitsanforderungen gerecht zu werden, hat VMT mit seinem erfahrenen Entwicklungsteam spezielle mehrstufige Matching-Algorithmen entwickelt, die optimale Genauigkeiten und Prozess-Sicherheit gewährleisten.
Virtuelle Inbetriebnahme, flexibel, skalierbar und prozesssicher
VMT OSC 6D kann mit nur einem oder beliebig vielen 3D-Sensoren zu einem Multi-Sensor-System zusammengefasst und über die eigenentwickelte Softwareplattform VMT MSS gesteuert werden. Die Prozessdaten und Ergebnisse können online über alle industrieüblichen Schnittstellen übertragen werden. Zudem erstellt die Software Statistiken, Prozess-Dokumentationen mit Prüfbildern und Qualitätsanalysen für jede einzelne Messung. Da das System in der Lage ist, alternativ zu eingelernten Bauteil-Informationen auch die virtuellen Hüllkurven aus der CAD-Datenbank für die Lageerkennung zu nutzen, kann es selbst, aber auch eine komplette Messzelle, schon vor der eigentlichen Installation virtuell in Betrieb genommen werden. Auch die optimale Anzahl und Anordnung von Sensoren lässt sich auf diese Weise bestimmen.





