Brendan O’Dowd, General Manager Industrial Automation, Analog Devices Inc., Limerick/Irland
1. Wandel zum vernetzten Unternehmen 2. Konvergentes Netzwerk 3. Gateways, um von einem Format in ein anderes umzusetzen 4 .Treiber für einfache Industriebauteile 5. Verdrillte Zweidrahtleitung 6. Netzsicherheit gewinnt an Bedeutung 7. Problematik des Nachweises 8. Partner mit Know-how
Fortschritte lassen Industrie 4.0 Realität werden und versprechen den Herstellern große Chancen, um sich mit Produktivität, Funktionssicherheit (Safety) und Zuverlässigkeit im globalen Wettbewerb zu behaupten und zugleich Emissionen zu senken sowie die Ressourceneffizienz zu steigern. Diese Gelegenheit erscheint zwar attraktiv, doch müssen erhebliche Hürden genommen werden. So kann der Einsatz neuer Technologien in dieser traditionell konservativen Branche recht schleppend erfolgen. Heutige Automatisierungsanlagen enthalten oft neuere und ältere Systeme mit der jeweils zugehörigen Komplexität bei der Kommunikation zwischen den Systemen. Daten sicher am Netzwerkrand zu erfassen und zu übertragen bleibt mit der vorhandenen Infrastruktur weitgehend außer Reichweite. Kurzum – Fabriken und verfahrenstechnische Anlagen werden sich nicht schlagartig verändern. Um den Wandel zu ermöglichen und zu beschleunigen, wenden sich Hersteller von Automatisierungsequipment an Technologiepartner und Zulieferer wie Analog Devices, die über die entsprechende Erfahrungen verfügen und geeignete Lösungen bereithalten.
Wandel zum vernetzten Unternehmen
Industrial Ethernet ist in Steuerungsanwendungen bereits weit verbreitet und expandiert weiterhin als bevorzugtes Kommunikationsmedium, während sich Organisationen und Märkte hin zu Lösungen gemäß Industrie 4.0 bewegen. Eine der Herausforderungen besteht darin, das Problem des Determinismus über Ethernet zu lösen. Viele Protokolle nutzen proprietäre Layer-2-Lösungen, die jedoch zu erheblichen Interoperabilitätsproblemen führen können. Dies ist der Fall, wenn versucht wird, relevante Daten zur Nutzung auf höheren Ebenen des Unternehmensnetzwerks zu extrahieren oder zwischen verschiedenen Fertigungsknoten zu koordinieren.
Die IEEE-802.1-TSN-Standards (Time Sensitive Networking) zielen auf dieselbe Art von Problemen ab, die in Industriesteuerungen anzutreffen sind und versprechen einen Übergang von proprietären Lösungen zugunsten eines auf Standards basierenden Konzepts. Ethernet ist traditionsgemäß ein Best-Effort-Netzwerk. Damit Ethernet in anwendungskritischen Systemen eingesetzt werden kann, muss es um spezifische Funktionen erweitert werden. Dazu gehören Zeit-Synchronisation, geplanter Datenverkehr (Scheduled Traffic), Ingress Policing, durchgängige Redundanz und andere. Diese Anforderungen sind mit TSN standardisiert worden.





