Erik Halthen ist Security Systems Manager für Industrie-Lösungen bei Analog Devices in Tampa/FL/USA
1. Industrie 4.0 verändert die Anforderungen 2. Strategie zur Erweiterung der Cybersicherheit
Herkömmliche Methoden zum Schutz von industriellen Steuerungssystemen setzen darauf, den Zugang zu Netzwerken und Geräten zu begrenzen und überwachen den Netzwerkverkehr mit IT-Lösungen. Für einen Produktverantwortlichen, der in einer Fabrik an Werkstücken arbeitet, ist es einfach, das Thema Cybersicherheit als IT-Problem zurückzuweisen. Allerdings werden die bisherigen Konzepte zum Schutz von Industriesteuerungen nicht mehr ausreichen, da sich Industrie 4.0 bereits am am Horizont abzeichnet. Die Herausforderungen in Sachen Cybersicherheit für Industriesteuerungen werden letztlich die Einführung von Industrie 4.0 verzögern, falls Unternehmen nicht über eine Strategie verfügen, die Gerätesicherheit am Netzwerkrand (Edge) zu adressieren. Um Industrie 4.0 einzusetzen und zu nutzen, muss Cybersicherheit ein entscheidender Bestandteil des Geschäftsplans sein.
Analog Devices hat die Herausforderungen erkannt, die sich aus der Einführung von Industrie 4.0 ergeben. Ein Markt, der sich bisher nur langsam verändert hat, nimmt durch den Einsatz von Industrie 4.0 Rekordtempo auf und gewinnt weiter an Dynamik. Im Zuge dieser Veränderungen entwickelt sich Cybersicherheit zu einem der anspruchsvollsten Hindernisse beim Einsatz von Industrie-4.0-Standards und Richtlinien zum Schutz von Fertigungsstätten vor Cyberangriffen gibt es bereits oder sind geplant, enthalten jedoch keine Orientierungshilfen zur beschleunigten Umsetzung von Industrie-4.0-Konzepten. Bei Analog Devices sieht man es deshalb als Aufgabe an, Kunden den schnelleren Einsatz von Industrie-4.0-Lösungen zu ermöglichen, indem das Unternehmen den sicheren Netzwerkrand (Secure Edge) erweitert und die Implementierung von Sicherheit vereinfacht.
Industrie 4.0 verändert die Anforderungen
Das Wesen von Industrie 4.0 besteht darin, den Zugriff auf die Gerätesteuerungen in der Fabrik zu verbessern. Dies bedeutet, den Zugang zu den Daten und somit die Transparenz zu erhöhen, den Netzwerkplanungsaufwand zu verringern, CapEx und OpEx zu senken, die Bandbreite zu vergrößern und die Zusammenarbeit von Maschinen zu optimieren. Den Zugriff und den Zugang zu Steuerungen heißt, dass sich die Risikobewertung des Fabriksystems bezüglich Cybersicherheit verändert. Cybersicherheitslösungen für Industriesteuerungen müssen angepasst werden, um sich ändernde Risiken zu adressieren. Herkömmliche Mechanismen, zum Beispiel Firewalls und die Positionierung eines Geräts hinter einer verschlossenen Tür, sind gegenläufig zu den Zielen von Industrie 4.0. Deshalb müssen Geräte eine erhöhte Sicherheit aufweisen, um zusätzliche Funktionen im Rahmen eines sicheren Konzeptes zu ermöglichen. Identität und Integrität sind Kernstück aller Geräte im Feld, um vertrauenswürdige Daten und den sicheren Betrieb zu gewährleisten.





