Stefan Sebastian, Produkt & Strategie, Rhebo, Leipzig
Die Network-Condition-Monitoring-Lösung Rhebo Industrial Protector installierte Anfang 2017 ein Automobilhersteller an einem seiner deutschen Standorte in einer Fertigungszelle . Die Pilotinstallation sollte sechs grundlegende Herausforderungen der Industrie 4.0 adressieren, die durch gängige Monitoring- und IT-Sicherheitslösungen bis dahin nicht abgedeckt wurden.
1. Der Betreiber wollte die vollständige digitale Transparenz über alle in der Fertigungszelle eingebundenen Komponenten erzielen, da ein Schutz und effektives Management des Netzwerkes nur über die Klarheit aller darin eingebundenen Teilnehmer möglich ist.
2. Neben den Netzwerkteilnehmern sollte detailliert jede auftretende Kommunikation über die gesamte Bandbreite der Hard- und Softwarehersteller analysiert und visualisiert werden. In der überwachten Fertigungszelle allein waren circa 100 Komponenten, unter anderem von IMI, Norgren, Sick, Siemens, SEW und SMC eingebunden, die miteinander kommunizierten.
3. Das Network Condition Monitoring sollte kontinuierlich über alle Level des Steuernetzes laufen und die Kommunikation in Echtzeit analysieren.
4. Eine Hauptanforderung war die lückenlose Meldung aller Anomalien im Steuernetz, die potentiell zu Anlagenausfällen führen oder die Produktivität beeinträchtigen können.
5. Auf Basis der detaillierten, fortlaufenden Analyse der Kommunikationsmuster sollten Verbesserungspotentiale für die Steuernetzqualität identifiziert werden.
6. Schlussendlich sollte die Cybersicherheit gestärkt werden, in dem jeglicher Zugriff auf das Netzwerk – bekannt oder unbekannt, extern oder intern – mit allen Vorfalldetails gemeldet wird.
Eine weitere Anforderung an die Rhebo GmbH war der rückwirkungsfreie Betrieb der Anomalieerkennung, um Anlagenausfälle durch sogenannte False-Positive-Befunde und automatische Softwareaktualisierungen der Netzwerkkomponenten zu vermeiden.
Transparenz in Echtzeit schnell eingeführt
Die industrielle Anomalieerkennung wurde in einer Fertigungszelle mit zirka 60 vernetzten Komponenten mittels rückwirkungsfreien Spiegelports installiert. Die Inbetriebnahme erfolgte unterbrechungsfrei und binnen kürzester Zeit. Eine umfassende Konfiguration war nicht notwendig, so dass bereits nach kurzer Zeit das Network Condition Monitoring in Betrieb ging.





