Wolfgang Mahanty, Geschäftsführer der Optimum Datamanagement Solutions in Karlsruhe und Hermann Mütsch, Leiter der Elektronikfertigung bei Ziehl-Abegg in Künzelsau
Bei Ziehl-Abegg in Künzelsau werden die Leiterplatten-Bestückerinnen für EC-Motoren und -Ventilatoren von einem intelligenten Arbeitstisch unterstützt. Der „Schlaue Klaus“ – so wird das System von Optimum Datamanagement Solutions genannt – ist durch seine Industriekameras ein aufmerksamer und zuverlässiger Beobachter, dem nichts entgeht. Dementsprechend erscheint auf seinem Bildschirm auch ein freundlicher Smiley sowie eine Bestätigung in Textform, wenn eine Leiterplatte richtig bestückt wurde. So nimmt der mitdenkende Arbeitstisch beispielsweise der Bestückerin Miroslawa Schneider den Druck bei der Arbeit, und die Sorge, dass sich vielleicht doch einmal ein Fehler einschleicht. „Das System gibt einfach Sicherheit. Ich arbeite viel konzentrierter und auch schneller. Zudem tut das Lob für die eigene Arbeit gut.“, erklärt sie und bestückt die nächste Platte.
Aufbau und Funktion des intelligenten Arbeitstisches
Der Schlaue Klaus ist modular aufgebaut und besteht aus einem hochauflösenden HD-Touchscreen mit 21,5 Zoll, einer oder mehreren USB-3.0-Industriekameras mit Halbzoll-Sensoren sowie einer extrem hohen Auflösung bis zu 18 Megapixel, energieeffizienten LED-Panels mit einer Lichtstärke bis zu 2000 Lux sowie einem 4 Ghz Hochleistungsrechner einschließlich bis zu zwei integrierten Gigabit-Netzwerkadaptern. Für den Praxisalltag hat Optimum sechs Varianten vorkonfiguriert: Warenein- und -ausgang, Identifizierung, Kommissionierung, Endkontrolle und Montage. Ergänzend dazu bietet das Unternehmen Add-ons zur Variantensteuerung, Versionierung, Protokollierung und für den Support. Für spezielle Anwendungen ist außerdem eine breite Auswahl an Zubehör vom Barcodeleser über RFID-Leser bis hin zum elektrischen Messgerät oder Drehmomentschlüssel vorhanden. Dabei ist der Aufbau nahezu wartungsfrei. Lediglich die Kameras und Bildschirme müssen von Zeit zu Zeit nachjustiert werden.
Das Herz des Arbeitstisches ist allerdings die durch eine intelligente Datenbank gestützte Bildverarbeitungssoftware. Diese zerlegt Kundenprozesse in Teilschritte, überprüft deren richtige Abfolge und schlägt sowohl akustisch als auch visuell Alarm, wenn sie unkorrekt ausgeführt werden. Die Software kommuniziert mit den Kundensystemen und ist in der Lage, jeden Schritt lückenlos zu protokollieren sowie zu dokumentieren. „Rückrufaktionen, teure Reklamationen oder Nachsendungen von fehlenden Teilen gehören damit der Vergangenheit an“, erklärt Wolfgang Mahanty, Geschäftsführer bei Optimum Datamanagement Solutins. Die gesammelten Daten können Kunden nutzen, um Abläufe weiter zu optimieren oder auf andere Abläufe zu übertragen.





