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    AutomationML-Hauptversammlung bei Hilscher: Offene Standards sollen Engineering beschleunigen
    Foto: Foto: Homa Appliances / Unsplash
    Industrie 4.0 & IIoT

    AutomationML-Hauptversammlung bei Hilscher: Offene Standards sollen Engineering beschleunigen

    Industrievertreter diskutieren herstellerübergreifenden Datenaustausch, Schnittstellenreduktion und durchgängige Datenmodelle
    Veröffentlicht
    16. August 2026
    Lesezeit
    1 Minute
    Rubrik
    Industrie 4.0 & IIoT

    Hattersheim, 8. Mai 2026 – Der AutomationML-Verband hat seine diesjährige Hauptversammlung bei Hilscher in Hattersheim abgehalten. Im Fokus stand die Frage, wie offene Datenformate den Informationsaustausch zwischen Planungs-, Engineering- und Automatisierungssystemen verschiedener Hersteller verbessern können.

    AutomationML ist ein XML-basierter, offener Datenaustauschstandard, der Anlagendaten, Topologien und Gerätebeschreibungen herstellerneutral abbildet. Der Standard wird von einem gleichnamigen eingetragenen Verein gefördert, dem Automatisierungsanbieter, Maschinenbauer, Softwareanbieter und Forschungseinrichtungen angehören.

    Auf der Veranstaltung diskutierten Industrievertreter konkrete Anwendungsszenarien: Durch durchgängige Datenmodelle sollen redundante Dateneingaben an Systemgrenzen entfallen. Dies betrifft vor allem den Übergang zwischen CAD/CAE-Planung, SPS-Programmierung und Inbetriebnahme. Medienbrüche an diesen Schnittstellen gelten in der Praxis als wesentliche Ursache für Verzögerungen und Fehler im Projektablauf.

    Hilscher als Gastgeber ist als Anbieter von Kommunikationslösungen für industrielle Netzwerke positioniert. Das Unternehmen entwickelt unter anderem Multiprotokoll-SoCs, Embedded-Module auf Basis des netX-Chips sowie Industrial-IoT-Plattformen für Edge-Management. Der Bezug zu AutomationML liegt nahe: Gerätebeschreibungen und Netzwerktopologien lassen sich über den Standard maschinenlesbar in Engineering-Werkzeuge einbinden.

    Die Nutzung von AutomationML kann den Aufwand für Systemintegration und Inbetriebnahme messbar senken, wenn Hersteller konsistente Exportfunktionen in ihren Tools bereitstellen. Voraussetzung ist eine breite Herstelleradoption, da der Standard seinen Nutzen erst in heterogenen Systemlandschaften vollständig entfaltet.

    Für Anwender in der industriellen Automatisierung bedeutet die Weiterentwicklung des Standards konkret: Engineering-Daten aus unterschiedlichen Quellen – etwa von Antriebsanbietern, Sensorherstellern oder SPS-Lieferanten – können in einem einheitlichen Datenmodell zusammengeführt werden. Das erleichtert die Wiederverwendung von Projektdaten und reduziert manuelle Übertragungsfehler.

    Weitere Informationen zur Veranstaltung und zu den Arbeitsergebnissen des Verbands stellt Hilscher auf seiner Unternehmenswebsite bereit.

    Quelle: Hilscher Presse – https://www.hilscher.com/de/hilscher-das-unternehmen/news/automationml-hauptversammlung-effizienteres-engineering-durch-offene-standards

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