1. Digitalisierung beginnt beim Sensor 2. Einfache Parametrierungerhöht die Flexibilität 3. Höhere Prozessqualität 4. Info
Ein durchgängiger Informationsfluss ist kein Selbstzweck. Er ist ein maßgeblicher Faktor für die Effizienz von Maschinen, also die bestmögliche Ausnutzung der Leistungsfähigkeit hinsichtlich der maximalen Lebensdauer. Dies wird durch den rechtzeitigen Austausch von Komponenten erreicht – möglichst bevor es zu einem Maschinenstillstand aufgrund eines Komponentenausfalls kommt. Hierzu kann die Sensorik viel beitragen, denn intelligente Sensoren ermöglichen es, über die eigentlichen Primärdaten hinaus auch noch Servicedaten als Sekundärdaten zum eigenen Zustand oder ihrer Umgebung zu liefern. Damit lassen sich dann smarte Wartungs- oder Reparaturkonzepte leichter umsetzen, Stillstandszeiten minimieren, Produktionsausschuss vermeiden und die Anlagenverfügbarkeit erhöhen. In Kombination mit intelligenten Steuerungen sind sogar selbstregulierende Systeme realisierbar, die sich hoch dynamisch an die jeweiligen Produktionserfordernisse anpassen.
Digitalisierung beginnt beim Sensor
Mit dem Wegmesssystem BMP hat Balluff jetzt einen weiteren intelligenten Sensor im Programm, der das Smart-Factory-Konzept unterstützt. Der magnetische und damit berührungslos arbeitende, verschleißfreie Sensor ermittelt kontinuierlich die absolute Position eines Kolbens, ist mit nahezu allen Zylindertypen kompatibel und rasch montiert. Typische Anwendungsbereiche finden sich überall dort, wo die exakte Ausführung eines definierten Kolbenhubs maßgeblich über die Prozess- und Produktqualität entscheidet, beispielsweise im Montage- und Handlingsbereich oder in der Fabrikautomation. Die kontinuierliche Huberfassung kann hier zu einer deutlichen Erhöhung der Maschinenleistung führen. Der smarte Sensor kann jedoch weit mehr, als seine Messwerte wahlweise über eine analoge Strom- oder Spannungsschnittstelle sowie IO-Link auszugeben. Neben dem Messsignal stellt er über IO-Link zusätzlich wertvolle Informationen zum Sensorstatus oder zu den aktuellen Umgebungsbedingungen zur Verfügung. Er überwacht die Temperatur, die Anzahl der Startvorgänge und gibt Warnungen aus, wenn ein einstellbarer Grenzwert überschritten ist. Ein interner Betriebsstundenzähler erfasst permanent Betriebsstunden über die gesamte Lebensdauer, seit der letzten Wartung und dem letzten Einschalten. So lässt sich ein eventuell notwendiger Austausch im nächsten Serviceintervall rechtzeitig einplanen. Dabei kann aber auch schon seine eigentliche Aufgabe, also das kontinuierliche Erfassen von Kolbenpositionen, wichtige Informationen zur vorbeugenden Wartung geben. Verändert sich beispielsweise die Geschwindigkeit der Positionserfassung, kann das auf ein fehlendes Werkstück deuten oder auf Abnutzungserscheinungen bei einem Zylinderkolben. Auch in solchen Fällen lassen sich dann Servicemaßnahmen einplanen, bevor es zu einem Maschinenstillstand oder -schaden kommt.





