Auch wenn die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG implizit noch eine Papierversion der Bedienungsanleitung einer Werkzeugmaschine vorschreibt, hat die Digitalisierung längst zu weniger Zettelwirtschaft geführt. Immer schneller werdende Werkzeugmaschinen bedürfen einer immer intuitiver werdenden Bedienung. Frei nach dem Motto „immer die richtige Information zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle“ haben im Arbeitsalltag der Bediener längst Touchscreen, Tablet, Handy und Co. Einzug gehalten, um auf die Gegebenheiten schnell reagieren zu können. Für die Hersteller von Werkzeugmaschinen bedeutet dies, sich mit Digitaler Simulation, Augmented und Virtual Reality, Plattformen, KI und Machine Learning sowie Schnittstellen auseinandersetzen zu müssen. Die AMB 2018 bietet hierfür die geeignete Plattform.
Die AMB wird vom 18. bis 22. September bereits zum 19. Mal zum Treffpunkt für Experten der spanabhebenden Metallbearbeitung. Sie zeigen auf einer Fläche von mehr als 120.000 Bruttoquadratmetern Neuheiten und Weiterentwicklungen für spanende und abtragende Werkzeugmaschinen und Präzisionswerkzeuge. Die Themen Messtechnik und Qualitätssicherung, Roboter, Werkstück- und Werkzeughandhabungstechnik sind auf der Messe ebenso wie Industrial Software & Engineering, Bauteile, Baugruppen und Zubehör vertreten. Mit der neuen Paul-Horn-Halle, der AMB Sonderschau Digital Way und dem dazugehörigen Kongress verspricht sich der Veranstalter, die Landesmesse Stuttgart „die größte AMB aller Zeiten“.
IT-Anbieter nehmen die im Rahmen der Messe in diesem Jahr erstmals integrierte Sonderschau Digital Way positiv auf. Insbesondere die Ausrichtung auf Industrie 4.0, die Kombination aus Kongress und begleitender Ausstellung, aber auch der gewählte Veranstaltungsname werden mehrheitlich gelobt. Die Sonderschau widmet sich der zunehmenden Digitalisierung in der Produktion. Das Konzept besteht zum einen aus einem exklusiv besetzten Fachkongress, der in Zusammenarbeit mit dem Fachverband Software und Digitalisierung im VDMA organisiert wird. Zum anderen präsentieren sich in einer Begleitausstellung Hersteller von Softwarelösungen in den Bereichen digitale Geschäftsprozesse, digitale Produktion, digitale Produktentwicklung, digitaler Service & Kundendienst, Sicherheit, Softwareentwicklung sowie Dienstleister und Hersteller von Hardware. Im Rahmen von Showcases können Besucher Anwendungsbeispiele und Best Practices live erleben, die einen Überblick über das Zusammenspiel vernetzter Abläufe in Unternehmen und deren Mehrwert geben.
Steuerung via Brain-Computer-Interface
Aussteller Bosch Rexroth greift den Trend, auf Tastatur und Maus zu verzichten und stattdessen Gestensteuerung zu nutzen, mit Multitouch-fähigen Bediengeräten und der Schnittstellentechnologie von Open Core Engineering auf. Diese ermöglicht die nahtlose Integration von Smartphones und Tablet-PCs mit ihrem gesamten Bedienkomfort in Maschinen und Anlagen.





