Die Verifizierung ist ein wesentliches Mittel der Qualitätskontrolle und stellt sicher, dass ein Code über die gesamte Lieferkette hinweg gescannt werden kann. Viele Hersteller überwachen die Codequalität über Prozessteuerungskennzahlen (Process Control Metrics, PCM) und validieren die Daten über die Software der Barcode-Lesegeräte. Jedoch sind die Ergebnisse in diesem Fall von spezifischen Geräteeinstellungen und der Beleuchtung abhängig. Ein Verifier wird dagegen regelmäßig kalibriert und er prüft alle Qualitätsparameter mit einer definierten Beleuchtung. Im Vergleich zu Lesegeräten liefern Verifier deshalb bessere Ergebnisse bei der Beurteilung der Lesbarkeit. Unter einer Barcode-Verifizierung selbst versteht man den Prozess zur Einstufung der Qualität eines Codes. Ein Barcode-Verifier ermittelt dabei aus verschiedenen Qualitätsparametern, die die Lese- oder Scanfähigkeit beeinflussen können, ein Gesamtprüfergebnis. Die Parameter orientieren sich dabei an nationalen sowie internationalen Standards und variieren je nach Code. Wenn durch eine Verifizierung die Code-Qualität sichergestellt wird, lassen sich Reklamationen, Ausschuss, Verpackungsmaterial und Kosten reduzieren.
Kriterien für die Auswahl von Verifiern
Der Verifizierungsprozess unterscheidet sich stark vom einfachen Lesen eines Codes: Zum einen benötigt ein Verifier mehr Zeit für die Analyse und generiert dabei mehr Daten als ein einfaches Lesegerät. Zum anderen bestimmen sowohl die Art (1D, 2D, DPM), die Größe – hier speziell das kleinste Modul –, als auch das Trägermaterial des Codes die Auswahl des optimalen Geräts. Außerdem erfordern die meisten Verifizierungsstandards bei gedruckten Codes eine 45°-Beleuchtung, bei direktmarkierten Codes auf reflektierenden, strukturierten oder gekrümmten Oberflächen kann jedoch auch eine 30°- oder 90°-Beleuchtung erforderlich sein. Und bei Codes auf sehr kleinen oder unterschiedlich großen Teilen sind Verifier, die in der Höhe angepasst werden können, die bessere Wahl. Zudem sollte die entsprechende Software Fehler zuverlässig diagnostizieren und protokollieren können. Die erstellten Berichte können dann zum Nachweis der Einhaltung von Vorschriften sowie zur Erkennung von Problemen im Prozess verwendet werden.
Verifizierung nach einschlägigen Standards
Folgende Richtlinien gelten bei der Prüfung mit einem Code-Verifier:
Darüber hinaus gibt es in einigen Branchen ganz spezifische Anwendungsstandards. Diese fordern von den Herstellern, dass sie bestimmte Regeln bei der Barcode-Kennzeichnung einhalten. So fordert die amerikanische Food-and-Drug-Administration (FDA), dass bis zum Ende des Jahres 2020 alle Medizinprodukte einheitlich gemäß dem UDI-System (Unique-Device-Identification) zu kennzeichnen sind. Unternehmen im Handel, in der Logistik und der Lebensmittelindustrie verwenden den GS1-Standard, um die Code-Qualität in ihrer Branche zu regeln.





