Felipe Pino, Produktmanager, Global Business Center Industrial Safety, Sick AG, Waldkirch
1. Sicherheitssystem für Kooperative Roboteranwendungen 2. Adaptive Wahrnehmung optimiert Leistungsfähigkeit von Roboteranwendungen 3. Weniger Stillstand, schonender Roboterbetrieb, mehr Produktivität 4. Einfache Adaption an unterschiedliche Einsatzorte 5. Spezielle Ausrichtung auf UR-Roboter
Bei dem Sicherheitssystem sBot Speed-UR der Sick AG, Waldkirch, handelt es sich um eine sicherheitsgeprüfte und integrationsfertige Systemlösung für kooperative Roboteranwendungen. Die Systemvariante sBot Speed-UR ist die erste herstellerbezogene Ausführung des Sicherheitssystems sBot Speed. Sie ist in wesentlichen Punkten speziell auf den Einsatz in den Robotermodellen UR3, UR5 und UR10 des Herstellers Universal Robots abgestimmt.
Das Sicherheitssystem hat nicht nur den Schutz von Personen im Arbeitsumfeld eines Roboters im Blick, sondern zugleich auch die Prozesseffizienz der Mensch-Roboter-Interaktion. Möglich macht die sichere und produktive Zusammenarbeit von Mensch und Maschine das adaptive Wahrnehmungsvermögen des Sicherheitssystems, mit dem es die Betriebsbedingungen des Roboters automatisch an die Position von Personen in dessen Umfeld anpasst.
Sicherheitssystem für Kooperative Roboteranwendungen
Kooperative, beziehungsweise kollaborative, Roboteranwendungen sind dadurch gekennzeichnet, dass sich Mensch und Maschine zu unterschiedlichen Zeitpunkten den gleichen Arbeitsraum teilen. Mechanisch trennende Schutzeinrichtungen, bei denen der Werker nur durch eine Sicherheitstür zum Roboter gelangen kann, sind für optimale und effiziente Arbeitsabläufe jedoch oft hinderlich. Daher werden solche Roboterszenarien, deren Ziel ja ein Mehr an Produktivität ist, mit einem offen zugänglichen Arbeitsraum konzipiert – der im laufendem Betrieb zugleich zum Gefahrenbereich wird.
Adaptive Wahrnehmung optimiert Leistungsfähigkeit von Roboteranwendungen
Das „Auge“ des Sicherheitssystems ist ein Sicherheits-Laserscanner S300 mini. Er erfüllt die sicherheitstechnischen Anforderungen des Performance Level d nach EN ISO 13849 sowie SIL2 nach IEC 61508 und entspricht den Anforderungen an eine optoelektronische Schutzeinrichtung gemäß Typ 3 der IEC 61496. Die Reichweite des 270 Grad-Schutzfeldes beträgt bis zu drei Meter. Das visuelle Wahrnehmungsvermögen des Sensors ist gepaart mit der Möglichkeit, innerhalb des Sichtfeldes unterschiedliche Feldsätze zu überwachen – jeweils bestehend aus einem Warn- und einem Schutzfeld. Im Kontext des Sicherheitssystems sBot Speed-UR werden zwei Feldsätze überwacht, die jeweils abhängig von der aktuellen Robotergeschwindigkeit sind und die Grundlage des adaptiven Wahrnehmungsvermögens bilden.





