Heino Brose, Geschäftsführer der Synostik GmbH in Oebisfelde
Das Tool bietet eine grafische Systemvisualisierung, auf deren Basis frühzeitig potenzielle Fehler und ihre möglichen Ursachen vollständig erfasst werden können. Ferner ermöglichen die detaillierten Anweisungen zur Fehlerbehebung ein schnelles Wiederherstellen der System-Funktionalität unabhängig vom Erfahrungsstand des Technikers.
Das Tool entstand im Rahmen eines Fahrzeugdiagnose-Projekts bei einem Automobilhersteller. Die erzeugte Transparenz führte hier bereits zu Verbesserungen im Entwicklungsprozess und zu signifikanten Einsparungen im Werkstattbereich. Das Tool kann als Demo-Software auf der Synostik-Homepage kostenlos heruntergeladen und getestet werden. Der DiagnoseDesigner zeichnet sich zum einen dadurch aus, dass Expertenwissen strukturiert dokumentiert ist und im Fehlerfall auch Menschen mit weniger Erfahrungen zur Verfügung steht.
Systemdiagnosen in Echtzeit
Die heutige digitale Vernetzung von Produktions- und Arbeitsprozessen in Fabriken im Verbund mit Sicherheit für Anlagen und Personal sind die Basis für ein erfolgreiches Unternehmen. Höchste Verfügbarkeit von Maschinen und Anlagen sind dabei unabdingbar. Denn bereits kleinere Ausfälle oder Störungen können hohe finanzielle Kosten nach sich ziehen. Heute gilt es daher, mögliche Fehler- oder Störquellen bereits im Vorfeld zu analysieren und entsprechend zu überwachen – Stichworte sind hierbei Echtzeitüberwachung und Systemdiagnostik, um den effizienten Betrieb von Maschinen und Anlagen bei minimalen Kosten sicherzustellen.
Synostik bietet mit seinem DiagnoseDesigner die dafür passende Lösung. Mit diesem Tool kann der Anwender schnell und sicher Fehlerursachen grafisch analysieren, dokumentieren und für die anlagenspezifischen Testsysteme in elektronischer Form speichern.
Anwendung in vier Phasen
Zu Beginn wird in Phase 1das System vollständig analysiert, es wird heruntergebrochen auf standardisierte Grundelemente wie Schalter, Sensoren, Verbindungen, Anzeigeelemente usw. Das Ergebnis ist eine grafische Systemübersicht, aus der alle Elemente und ihre Abhängigkeiten hervorgehen. Mit diesem Diagnoseschaltbild haben alle Beteiligten dieselbe Sicht auf das System.
In Phase 2 werden jedem Element des Diagnoseschaltbildes alle potenziell möglichen, standardisierten Fehlerursachen unter Berücksichtigung ihrer Auftretenswahrscheinlichkeit zugewiesen. Falls bereits ein Katalog mit Standardfehlerursachen existiert, die an Standardelementen wirken können, wird dieses Expertenwissen herangezogen, anderenfalls wird solch ein Katalog gemeinsam mit dem Kunden aufgebaut und für den DiagnoseDesigner bereitgestellt. Nicht nur für das aktuell zu bearbeitende System, sondern auch zur Wiederverwendung für Folgesysteme.





