Differenzierung durch Dienstleistung
Für Unternehmen im Maschinenbau liefern IIoT-Lösungen zahlreiche Differenzierungsmöglichkeiten. Und diese Chancen durch die Digitalisierung haben mittlerweile eine entscheidende Dynamik gewonnen, weiß Jan Mennerich, der bei Schneider Electric DACH für den Bereich Steuerungstechnik im Maschinenbau zuständig ist: „Heute spüren auch kleine und mittelständische Maschinenbauer einen enormen Druck, digitale IIoT-Lösungen in Maschinenentwicklung und Geschäftsmodelle zu integrieren.“ Für den Automatisierungsexperten Jan Mennerich hat der wachsende Wettbewerbsdruck in diesem Bereich aber durchaus etwas positives: „Bei unseren Kunden und Partnern sehe ich jeden Tag, welches unternehmerische Potenzial sich hier bietet. Das ist enorm.“
Insbesondere die Schnittstelle zwischen Maschinenbauer und Endkunde lässt sich via Digitalisierung auf Basis digitaler Services und Apps völlig neu gestalten. Denn längst ist es nicht mehr so, dass ein Maschinenbauer nur seine Maschine oder Anlage verkaufen muss. Über die Cloud ist es möglich, die relevanten Daten zu Maschinenauslastung, -zustand oder -ausbringung unkompliziert und ortsunabhängig zu erfassen. Darauf basierend können dann Dienstleistungsmodelle entwickelt werden, die langfristig planbare Einnahmen generieren.
Maschinenbauer unterstützt per Fernzugriff
Ein typisches Szenario: Per Fernzugriff unterstützt das Fachpersonal des Maschinenbauers den Anwender der Maschine bei vorausschauender Wartung oder sogar Reparaturen. Das hilft, teure Expresslieferungen von Ersatzteilen zu vermeiden und macht die kostspielige Anreise von Fachleuten überflüssig. Und während der Nutzer der Maschine von einer ausfallsicheren und zuverlässig gewarteten Anlage profitiert, kann das Personal beim Maschinenbauer seine Aufträge deutlich effektiver abarbeiten. In Zeiten des Fachkräftemangels kein zu vernachlässigendes Argument.
Hinzu kommt, dass gerade die aus dem Feld stammenden Daten zur Maschinenauslastung eine wertvolle Grundlage für mögliche Garantieverlängerungen oder das verbesserte Management von Leasing- und Mietmaschinen bieten. Gleichzeitig lassen sich auf Basis der in realen Anwendungsszenarien erfassten Maschinendaten auch Design, Entwicklung und Konstruktion neuer Maschinen erheblich optimieren.
Anwendungsbeispiel Flottenmanagement
OEM-Experte Jan Mennerich hat unter seinen Kunden bereits etliche Unternehmen, die sich vom reinen Maschinenbau in Richtung Dienstleister weiterentwickelt haben. „Gerade jetzt, da wir es praktisch in allen Branchen mit Lieferkettenproblemen zu tun haben, erweist es sich als Vorteil, wenn der Verkauf von Maschinen nicht die einzige Einnahmequelle ist.“





