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    Dold RE 6900: Funk-Sicherheitssystem für Roboterzellen erreicht höchste Sicherheitsstufe PL e / SIL 3
    Foto: Foto: Troy Bridges / Unsplash
    Safety & Security

    Dold RE 6900: Funk-Sicherheitssystem für Roboterzellen erreicht höchste Sicherheitsstufe PL e / SIL 3

    Das kabellose Sicherheitssystem kombiniert maximale Bedienmobilität mit den Anforderungen der Kategorie 4 nach EN ISO 13849 – relevant für Einricht- und Wartungsbetrieb an Roboteranlagen
    Veröffentlicht
    30. Juli 2026
    Lesezeit
    2 Minuten
    Rubrik
    Safety & Security

    Das Unternehmen Dold hat mit dem RE 6900 ein funkbasiertes Sicherheitssystem vorgestellt, das nach eigenen Angaben die Anforderungen der Kategorie 4 / Performance Level e gemäß EN ISO 13849 sowie SIL 3 nach IEC 62061 erfüllt. Damit positioniert sich das Produkt im oberen Segment funktionaler Sicherheit – einem Bereich, der bei drahtlosen Systemen technisch besonders anspruchsvoll ist, da Übertragungssicherheit und Reaktionszeiten streng normiert werden müssen.

    Klassische kabelgebundene Sicherheitslösungen stoßen insbesondere beim Einrichten, Teachen und Warten von Roboteranlagen an praktische Grenzen: Bedienpersonal ist in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt, Kabel können beschädigt werden oder die Ergonomie am Arbeitsplatz beeinträchtigen. Funk-Sicherheitssysteme wie das RE 6900 sollen diese Einschränkungen aufheben, ohne die Schutzfunktion zu kompromittieren – ein Spannungsfeld, das die Norm IEC 62280 für sicherheitsrelevante Kommunikation im Bahnbereich und vergleichbare Regularien für industrielle Anwendungen adressieren.

    Laut Dold ist das RE 6900 für Anwendungen wie die Not-Halt-Abschaltung von Roboterzellen sowie für Service- und Einrichtbetrieb konzipiert. Gerade in modernen Fertigungsumgebungen, in denen kollaborierende Roboter (Cobots) und klassische Industrieroboter zunehmend nebeneinander betrieben werden, steigt der Bedarf an flexiblen, mobilen Sicherheitslösungen, die gleichzeitig normkonforme Schutzfunktionen gewährleisten.

    Aus sicherheitstechnischer Perspektive ist die Erreichung von PL e / Kat. 4 bei einem Funksystem bemerkenswert: Diese Einstufung setzt redundante und diversitäre Kanalarchitekturen voraus, die auch bei einem einzelnen Fehler die Sicherheitsfunktion aufrechterhalten. Für Systemintegratoren und Maschinenbauer bedeutet dies, dass das RE 6900 prinzipiell auch in sicherheitskritischen Applikationen ohne zusätzliche hardwareseitige Absicherung einsetzbar sein kann – vorbehaltlich der konkreten Risikobeurteilung nach EN ISO 12100 für die jeweilige Anlage.

    Dold ist als Hersteller von Sicherheitsrelais, Überwachungsgeräten und Sicherheitssteuerungen etabliert. Die Erweiterung des Portfolios um ein funkbasiertes System folgt einem Markttrend: Anbieter wie Pilz, Sick und Schmersal haben in den vergangenen Jahren ebenfalls kabellose Sicherheitslösungen für industrielle Umgebungen auf den Markt gebracht. Der Wettbewerb in diesem Segment nimmt zu, wobei Differenzierungsmerkmale wie Reichweite, Latenz, Kanalrobustheit und Integrationsfähigkeit in bestehende Sicherheitsarchitekturen entscheidend sind.

    Für Automatisierungsplaner und Sicherheitsverantwortliche in der Fertigungsindustrie ist das RE 6900 ein relevantes Produkt, sobald Flexibilität im Einrichtbetrieb gefordert ist und gleichzeitig keine Abstriche bei der funktionalen Sicherheit akzeptiert werden können. Detaillierte technische Spezifikationen zu Übertragungsfrequenz, Reichweite und Reaktionszeit sind für eine abschließende Bewertung empfehlenswert, standen zum Zeitpunkt der Pressemitteilung jedoch nur eingeschränkt öffentlich zur Verfügung.

    Quelle: Dold Presse – https://www.dold.com/unternehmen/presse/innovatives-funk-sicherheitssystem-re-6900

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