Richard Carpenter, Executive Product Manager, und Silvia Gonzalez, Solutions Development Manager, Emerson Automation Solutions, Charlottesville, USA
Inhaltsverzeichnis 1. Hohe Anforderungen an Daten 2. Aufbau von IoT-Anwendungen mit Edge-Software 3. Edge-Software: geringere Komplexität und Kosten 4. Edge-Software erweitert die Möglichkeiten 5. Edge-Computing-Plattform für moderne Anwendungen
Soll ein Produkt beziehungsweise eine Maschine mehr Funktionalität erhalten, bedeutet das meist auch ein Mehr an Kosten. Dieses wird aber zumeist eher als problematisch eingestuft, anstatt dass hier eine Möglichkeit zur Steigerung der Rendite zu erkennen wäre. Hardware- und Software-Technologien des Industrial Internet of Things (IIoT, industrielles Internet der Dinge) stellen hier jedoch konventionelles Wissen hinsichtlich Kosten-Nutzen-Rechnungen auf den Kopf, da die Anschaffungskosten minimal sind, die kurz- und langfristigen Vorteile jedoch sehr hoch. In der Zwischenzeit haben die Endnutzer Kenntnisse über die modernen IoT-Fähigkeiten gewonnen und fordern aktiv diese Funktionalitäten ein, um betriebliche Verbesserungen und die Zukunftssicherheit ihrer Anlagen zu gewährleisten. Die Nachfrage seitens der Endnutzer bietet nun die Gelegenheit für OEMs, differenzierte Angebote und neue Geschäftsmodelle für die Kunden zu schaffen. Die Schlussfolgerung für die OEMs sollte somit lauten, dass IIoT-fähige Hardware und Software in neue Maschinen eingebaut werden – ganz gleich, ob diese sofort verwendet werden oder nicht.
Hohe Anforderungen an Daten
OEMs haben seit jeher neue Maschinengenerationen mit neuen Technologien und Funktionalitäten gebaut, doch die Kundennachfrage nach höherer Zuverlässigkeit und Effizienz erfordert einen Umschwung bezüglich deren Fähigkeiten. Um mehr Betriebsdaten zu erfassen, muss weiteres Equipment hinzugefügt werden, um zusätzliche Verbesserungen und einfachere Konnektivität, zu erzielen. Endverbraucher wünschen sich zudem mehr als nur Rohdaten, sie benötigen umsetzbare Daten, die lokal oder per Fernzugriff verfügbar sind und die operative Leistung verbessern können. Mit den richtigen Informationen in den Händen derer, die sie am dringendsten benötigen, können Nutzer dann die Vorteile der Maschinenfunktionalität maximieren, die Verwendung von Verbrauchsgütern reduzieren und Bedieneffizienz verbessern und so zur Erhöhung der Profitabilität und der gleichzeitigen Reduzierung von Risiken beitragen.
Wie die meisten Gewerbe, versuchen auch OEMs Kosten soweit wie möglich zu minimieren und Gewinne zu maximieren. Inzwischen sind jedoch die Einbaukosten von IIoT-Fähigkeit in Maschinen, sei es durch die Verwendung kabelgebundener Ethernet-Protokollen wie Profinet, EtherNet/IP, Modbus TCP/IP, oder zellulärer, satellitengesteuerter beziehungsweise industrieller WLAN-Lösungen wie etwa WirelessHART, so niedrig und können zukünftig so viel Wert für Endnutzer und OEMs bieten, dass deren Einbindung als verpflichtend betrachtet werden sollte. Dies erfordert, dass OEMs den Übergang von der Entwicklung kostengünstigster Maschinen mit „gerade ausreichender“ Funktionalität zum Bau von Maschinen mit eingebettetem IIoT wagen müssen, so dass variierende Kundenanforderungen erfüllt werden und auf künftige Anforderungen mit Aktualisierungen der Software reagiert werden kann. Die richtige Hardware, Software, Geräteausstattung und Datennetzwerkelemente machen dies möglich und tragen dazu bei, Daten von intelligenten Geräten und Sensoren, die getrennt vom Automationssystem sein können, zu integrieren und zu analysieren und so dazu beizutragen, ein größeres Betriebsverständnis zu schaffen.





