Festo SE & Co. KG integriert die Eichenberger Gewinde AG aus Burg in der Schweiz zum 1. April 2026 vollständig in den Konzern. Das bisherige Tochterunternehmen firmiert künftig unter dem Namen Festo Gewindetriebe AG. Dies gibt das Unternehmen über seine Presseplattform bekannt.
Ziel der vollständigen Integration ist laut Festo die stärkere strategische Verankerung von Kugelgewindetrieb-Know-how sowie die Erweiterung des Produktangebots für die elektrische Automatisierung. Dr. Wolfgang Sperling, Leiter der Business Unit Electric Automation bei Festo, betont: 'Schon heute haben die elektrischen Aktuatoren von Festo die qualitativ führenden Gewindetriebe von Eichenberger an Bord.'
Kugelgewindetriebe sind Kernkomponenten elektromechanischer Linearantriebe. Sie wandeln die Rotationsbewegung eines Motors in präzise Linearbewegung um und sind in der elektrischen Automatisierung eine Alternative zu pneumatischen Zylindern. Eichenberger positioniert sich dabei insbesondere über hohen Wirkungsgrad, hohe Lebensdauer und kompakte Bauformen – Eigenschaften, die in Volumenanwendungen wie der Elektronikfertigung und der Kleinteilefertigung gefragt sind.
Zu den Abnehmern zählen laut Festo auch Elektrogerätehersteller sowie Kunden aus dem Life-Sciences-Bereich. Der Vertrieb der Gewindetriebe wird künftig vollständig über das bestehende globale Vertriebsnetz von Festo abgewickelt. Für Bestandskunden von Eichenberger bedeutet dies einen vereinfachten Zugang zu einem erweiterten Produktportfolio sowie zu einem weltweiten Servicenetz.
Die Logistik des Schweizer Standorts wird schrittweise in die globalen Logistikzentren von Festo überführt. Der Standort Burg bleibt erhalten und konzentriert sich künftig auf die Entwicklung und Herstellung kundenspezifischer Gewindetriebe. Hansruedi Hager, bisher Geschäftsführer der Eichenberger Gewinde AG, bleibt dem Unternehmen nach der Integration erhalten.
Die Vollintegration von Eichenberger ist Teil der erkennbaren Strategie von Festo, das eigene Portfolio im Bereich elektrischer Automatisierung systematisch auszubauen. Antriebs- und Bewegungskomponenten wie Kugelgewindetriebe gewinnen in diesem Kontext an Bedeutung, da Maschinenbauer zunehmend pneumatische Lösungen durch elektrische Antriebssysteme ersetzen, um Energieeffizienz und Präzision zu steigern.
Quelle: Festo – https://press.festo.com/de/node/5185





