Die Verknüpfung von Automatisierungs- und IT-Netz schreitet weiter voran: Mehr als 80 % der Maschinenbauer benötigen zukünftig Industrie-4.0-Eigenschaften vom Automatisierungsnetz. Die größte Rolle spielen hier Plug & Play und eine einheitliche Datenbeschreibung. Jedes 4. Unternehmen rechnet aber auch mit der Anbindung an eine Private Cloud, wobei sich abzeichnet, dass OPC UA dabei eine wichtige Rolle spielen wird. Bemerkenswert bei der Industrie-4.0-Thematik ist, dass derzeit nur 37 % der Unternehmen der Security in der Maschinen-/Feldebene einen hohen Stellenwert beimessen.
Ethernet-Protokolle sind dabei, herkömmliche Feldbussysteme nach und nach abzulösen: Fast alle Maschinenbauer (96 %) arbeiten mittlerweile mit diesen Technologien. Am meisten verbreitet sind dabei Profinet (heute 71 % / zukünftig 72 %) und TCP/IP auf der Leitebene (70 % / 71 %). Allerdings handelt es sich bei der Umstellung um einen langwierigen Prozess, da auch weiterhin fast 3 von 4 Unternehmen Feldbussysteme einsetzen werden. Gerade CAN- und ASi-Bus-Nutzer planen weit überwiegend auch zukünftig mit diesen Vernetzungsarten. Eine steigende Rolle nimmt Ethernet im Bereich der funktionalen Sicherheit ein, denn demnächst werden immer mehr Safety-Protokolle auf Ethernet-Basis verwendet.
Die Nutzung von Funktechnologien ist in den letzten Jahren gestiegen, aber bei weitem nicht in dem Ausmaß, der vor 4 Jahren noch von den Maschinenbauern prognostiziert wurde. So planten z.B. 2013 knapp 40 % der Unternehmen die kabellose Anbindung von Bediengeräten für die Zukunft, real sind es aber heute erst 20 %. Wachstumschancen sind vor allem dann gegeben, wenn die größten Bedenken der Anwender, nämlich vor allem die mangelnde Stabilität der Funkverbindung, aber auch die Störung durch andere Funksysteme, weitgehend ausgeräumt werden können.





