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    Forschende des Fraunhofer HHI und der TU Berlin machen Neuronale Netze analysierbar
    Foto: Foto: Florian Olivo / Unsplash
    Software & Engineering

    Forschende des Fraunhofer HHI und der TU Berlin machen Neuronale Netze analysierbar

    Mit der Layer-Wise Relevance Propagation haben Forschende am Fraunhofer HHI und der TU Berlin eine Technik entwickelt, die KI-Prognosen erklärbar macht
    Veröffentlicht
    06. September 2019
    Lesezeit
    2 Minuten
    Rubrik
    Software & Engineering

    Mit der Layer-Wise Relevance Propagation (LRP) haben Forschende am Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI, und der Technischen Universität Berlin nun eine Technik entwickelt, die KI-Prognosen erklärbar macht und somit unsichere Problemlösungsstrategien aufdeckt.

    1. Transparente KI 2. Unsichere Lösungsstrategien 3. Neuronale Netze beim Denken beobachten

    Die Weiterentwicklung der LRP-Technologie, die sogenannte Spectral Relevance Analysis (SpRAy) identifiziert und quantifiziert ein breites Spektrum erlernten Entscheidungsverhaltens und erkennt somit auch in riesigen Datensätzen unerwünschte Entscheidungen.

    Transparente KI

    In der Praxis identifiziert die Technik einzelne Input-Elemente, die für eine Vorhersage genutzt wurden. Wird also beispielsweise ein Gewebebild in ein KI-System eingegeben, so wird der Einfluss jedes Pixels auf das Klassifikationsergebnis quantifiziert. Die Vorhersage, wie »krebsartig« oder »nicht krebsartig« das Gewebebild ist, wird also mit der Angabe der Basis für diese Klassifikation ergänzt. „Nicht nur das Ergebnis soll korrekt sein, sondern auch der Lösungsweg. Bislang wurden KI-Systeme als Black Box angewendet. Man hat darauf vertraut, dass sie das richtige tun. Mit unserer Open-Source-Software, die die Layer-Wise Relevance Propagation einsetzt, ist es uns gelungen, die Lösungsfindung von KI-Systemen nachvollziehbar zu machen“, sagt Dr. Wojciech Samek, Leiter der Forschungsgruppe Machine Learning am Fraunhofer HHI. „Mit LRP visualisieren und interpretieren wir Neuronale Netze und andere Machine Learning-Modelle. Mit LRP messen wir den Einfluss jeder Eingangsvariablen für die Gesamtvorhersage und zerlegen die Entscheidungen des Klassifizierers“, ergänzt Dr. Klaus-Robert Müller, Professor für Maschinelles Lernen an der TU Berlin.

    Unsichere Lösungsstrategien

    Nur wer versteht, wie Neuronale Netze funktionieren, kann den Ergebnissen vertrauen. Dass KI-Systeme nicht immer sinnvolle Lösungswege finden, ergaben die Tests der Forscherteams. Beispielsweise klassifizierte ein renommiertes KI-System Bilder anhand des Kontextes. Es ordnete Fotos der Kategorie Schiff zu, wenn viel Wasser im Bild zu sehen war. Die eigentliche Aufgabe, Schiffe zu erkennen, löste es nicht, auch wenn die Mehrzahl der Bilder korrekt identifiziert war. „Zahlreiche KI-Algorithmen wenden unsichere Strategien an und kommen zu wenig sinnvollen Lösungen“, resümiert Samek das Ergebnis der Untersuchungen.

    Neuronale Netze beim Denken beobachten

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    Kontakt: Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik Heinrich-Hertz-Institut Einsteinufer 37 10587 Berlin Tel. +49 30 31002-0 www.hhi.fraunhofer.de

    Technische Universität Berlin Straße des 17. Juni 135 10623 Berlin Telefon: +49 30 314-0 www.tu-berlin.de

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