Christian Freudig, Produktmanager Business Unit Photoeletcric Sensors & Fibers, Global Business Center Presence Detection, Marco Kaiser, Strategic Industry Manager Consumer Goods – Packaging, Global Industry Center Factory Automation, beide Sick AG, Waldkirch
1. Produktkontamination: drei „Gefährdungszonen“ 2. Sichere Sensorlösungen ohne schwächstes Glied 3. Thermische Resistenz auch bei starken Temperaturschwankungen 4. Hermetische Dichtigkeit zur Außenwelt 5. Hygiene-Regelwerk gibt Rahmen vor
Edelstahl-Sensoren und -systemlösungen von Sick geben Keimen und Bakterien keine Chance. Sie stehen für ein Optimum aus kompakter Baugröße, sensorischer Performance, chemischer und thermischer Materialbeständigkeit sowie dauerhaft hoher Dichtigkeit. Hinzu kommt, dass beispielsweise bei den Lichtschranken-Produktfamilien in Edelstahl-Ausführung alle optosensorischen Geräteausprägungen verfügbar sind – also energetische Lichttaster, Lichttaster mit Hintergrundausblendung, Einweg-Lichtschranken und Reflexions-Lichtschranken. Auch für Aufgabenstellungen der Sicherheitstechnik, der Identifikation von Produkten und Behältern, der Positionserfassung und Wegmessung, der Druck-, Temperatur- und Füllstandsmessung oder der Inspektion von Verpackungen und deren Inhalten bietet das Edelstahl-Sensor-Portfolio des Sensorherstellers passende Lösungen, die ein Höchstmaß an Prozesssicherheit für den Hersteller und an Produktsicherheit für den Konsumenten bieten. Gleichzeitig gewährleisten sie unter rauestem Einsatzbedingungen eine zuverlässige Funktion und dauerhaft hohe Verfügbarkeit – denn die automatisierungstechnische Aufgabenstellung darf nicht zu Lasten der hygienegerechten Ausführung gehen.
Produktkontamination: drei „Gefährdungszonen“
Hygienegerechte Sensoren „glänzen“ nicht nur durch ihr Edelstahlgehäuse, sondern auch durch eine Vielzahl weiterer Maßnahmen, die eine bestmögliche chemische und thermische Widerstandsfähigkeit sowie Dichtigkeit gewährleisten. Dies – und die im Vergleich zu Standardsensoren geringeren Stückzahlen – rechtfertigten ein entsprechend höheres Preisniveau. Daher lohnt der Blick in die Praxis, beispielsweise in eine Zerlege- und Verarbeitungsmaschine in der Fleischindustrie, in eine Molkereimaschine zur Käseherstellung oder in eine Füller- und Verschließerlinie in einem Getränkeabfüllbetrieb. Hierbei handelt es sich jeweils um typische Anlagen, die zyklusmäßig gereinigt und desinfiziert werden müssen, um Hygienerisiken durch die Verunreinigung der Zwischen- oder Endprodukte mit Mikroorganismen, Sporenbildner oder anorganischen Rückständen zu vermeiden. Die Maschinen und Anlagen lassen sich unter dem Aspekt möglicher Kontaminationsrisiken in drei „Gefährdungszonen“ einteilen – mit entsprechenden Auswirkungen auf die dort einzusetzenden Komponenten. Die Zone C ist der Non-Food-Bereich einer Maschine, in dem Sensoren beispielsweise durch Abdeckungen geschützt oder so montiert werden können, dass sie in keinen Kontakt zum Lebensmittel kommen. In dieser Zone können somit Standardsensoren eingesetzt werden, die wirtschaftlich effiziente Automatisierungslösungen ermöglichen. Der Bereich einer Maschine, in dem außenliegende Flächen und Anlagenteile mit Reinigungs- und Desinfektionsmitteln gereinigt werden, stellt die Zone B dar. Hier übersteigt das Reinigen und Desinfizieren – beispielsweise mit tensidhaltigen, sauren, Chlor- und chloralkalischen Schaumreiniger oder neutralen, Hypochlorit- oder Peressigsäure-haltigen Desinfektionsmittel – sowie der Einsatz von Hochdruckreinigern mit Drücken zwischen 80 bar und 100 bar die Eignungsgrenzen von Standardsensoren. Die optimalen Lösungen bieten hier Edelstahl-Sensoren und -Komponenten im wash-down-Design. Sie bieten die erforderliche Robustheit und sind konstruktiv so ausgelegt, dass Reinigungs- und Desinfektionsmedien weitestgehend rückstandsfrei ablaufen können. Auch in der Zone A, in der Sensoren in unmittelbarer Nähe zum Produkt zum Einsatz kommen, verlangen ihnen die Reinigungs- und Desinfektionsabläufe alles ab. Hinzu kommen jedoch besondere Hygienanforderungen sowie die Einhaltung hygienerelevanter Empfehlungen, Standards, Normen, Verordnungen und Vorschriften. Erfüllt werden diese Maßgaben durch Edelstahl-Sensoren im Hygiene-Design – die den höchsten Schutz vor Keimen und Kontaminationsrisiken bieten.





