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    IDTA und OI4 entwickeln gemeinsam Digitalen Zwilling weiter
    Foto: Foto: Peter Herrmann / Unsplash
    Industrie 4.0 & IIoT

    IDTA und OI4 entwickeln gemeinsam Digitalen Zwilling weiter

    IDTA und OI4 daran, den Digitalen Zwilling weiterzuentwickeln, damit er als offene und interoperable Lösung angewendet werden kann.
    Veröffentlicht
    13. Januar 2022
    Lesezeit
    3 Minuten
    Rubrik
    Industrie 4.0 & IIoT

    Die Industrial Digital Twin Association e.V. (IDTA) und die Open Industry 4.0 Alliance (OI4) haben eine Absichtserklärung zur engen Zusammenarbeit unterzeichnet. Das Ziel der Kooperation: basierend auf der Asset Administration Shell (AAS) die Digitalisierung in der Industrie weiter vorantreiben. Erste Kooperationsprojekte zeigen, wie sich die zwei Organisationen dabei ergänzen.

    Sowohl IDTA als auch OI4 verfolgen die Vision, dass unterschiedliche industrielle Systeme wie zum Beispiel Fertigungsmaschinen und Fabriksoftwarelösungen digital nahtlos zusammenwirken – also interoperabel sind. Während die IDTA mit ihrem Fokus auf Definitionen die Basistechnologie in Form von Spezifikationen und standardisierten Teilmodellen dafür liefert, setzt die OI4 auf Basis dieser Definitionen auf und führt als Umsetzungsallianz mit ihren 92 Mitgliedern Implementierungsprojekte innerhalb des offenen Ökosystems durch, um so zu der durchgängigen Vernetzung von der Maschine bis zur Cloud beizutragen.

    Die Asset Adiministration Shell als Grundlage des Digitalen Zwillinges

    Die Asset Administration Shell (AAS) – auch bekannt als Verwaltungsschale – bildet die Grundlage für den Digitalen Zwilling und verbindet damit die physische Welt der Maschinen auf dem Shopfloor mit der Welt ihrer digitalen Abbildungen. Im Rahmen der Kooperation arbeiten IDTA und OI4 daran, den Digitalen Zwilling weiterzuentwickeln, damit er als offene und interoperable Lösung angewendet werden kann.

    VDMA und ZVEI gründen Nutzerorganisation

    AAS nutzt der Zustandsüberwachung

    Die AAS-Infrastruktur ermöglicht diesen offenen Austausch sowohl auf technischer als auch auf semantischer Ebene. Durch die etablierten Standards entsteht ein offenes Ökosystem, das sich für industrielle Greenfield- und Brownfield-Anlagen eignet.

    „Als ifm glauben wir fest an das riesige Potential von Offenheit und Kollaboration und arbeiten daher gern in der Open Industry 4.0 Alliance und in der IDTA mit,“ erklärt Kai Bürger, Produktmanager der ifm-Unternehmensgruppe. ifm ist Mitglied in beiden Organisationen und nutzt die sich ergänzenden Kompetenzen für einen konkreten Anwendungsfall im Lebensmittel- und Getränkebereich: „Schon heute profitieren wir in einem unserer Projekte, das sich auf das Thema Zustandsüberwachung fokussiert, von dem regelmäßigen Austausch zwischen der Standardisierungs- und der Umsetzungsebene der IDTA und der OI4“, sagt Bastian Schmick, Experte für Connectivity bei ifm.

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    Automatic Asset Onboarding ist wichtig für die AAS

    Technologische Grundlage der Open Industry 4.0 Alliance ist eine offene, auf RAMI 4.0 basierte Architektur, die auf den vier Bausteinen Device Connectivity, Edge, Operator Cloud und Cloud Central sowie einem entsprechend zugehörigen Dienstleistungsangebot beruht.

    Eine der wichtigsten Eigenschaften der Architektur ist das Automatic Asset Onboarding durch alle vier Architekturschichten unter Verwendung offener Standardschnittstellen auf Basis der AAS.

    OI4 liefert Industrie 4.0-Schlüsseltechnologie und IDTA die Spezifikationen

    „Damit setzen wir in der OI4 auf eine Industrie-4.0-Schlüsseltechnologie“, sagt Michael Riester, Senior Enterprise Architect bei der Endress + Hauser Process Solutions GmbH, die ebenfalls Mitglied in beiden Organisationen ist. „Ergänzend dazu stellt die IDTA die notwendigen Spezifikationen bereit. Sie harmonisiert Teilmodelle und definiert Prozesse, Kriterien und Werkzeuge für den Digitalen Zwilling als Basis für die Sicherstellung der Interoperabilität in Multi-Vendor-Szenarien. Damit ist die IDTA von zentraler Bedeutung für den Erfolg der interoperablen Konzepte, die von der OI4 erarbeitet werden.“ Von den daraus resultierenden Synergieeffekten profitieren die Netzwerke beider Kooperationspartner.

    Analog zum Projekt bei ifm gibt es bereits 17 weitere Pilot-Projekte aus den Reihen der Mitgliedsunternehmen beider Organisationen wie die Anbindung von Sensoren verschiedener Hersteller an die Cloud-Plattform von Endress+Hauser, die dank herstellerübergreifender AAS ein vollautomatisiertes Onboarding von Anlagen ermöglicht. Sie zeigen, wie sich die Konzepte von IDTA und OI4 in der Praxis ergänzen und technisch einfach implementieren lassen. (eve)

    https://industrialdigitaltwin.org/

    Open Industry 4.0 Alliance und GAIA-X Foundation

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