Köln, Juni 2026 – igus SE & Co. KG hat das Industrie-Edge-Modul i.Cee² vorgestellt, das speziell für Unternehmen entwickelt wurde, die ohne aufwendige Digitalisierungsprojekte in Condition Monitoring und Predictive Maintenance einsteigen möchten. Das Gerät wird direkt im Schaltschrank installiert und agiert als Edge Device an der Maschine.
Der Ansatz ist bewusst pragmatisch gehalten: Das i.Cee² übernimmt die Funktion eines universellen Datenloggers und Analysemoduls. Über integrierte analoge und digitale Schnittstellen lassen sich verschiedenste Sensoren anschließen – zur Erfassung von Stromverläufen, Temperaturen, Feuchtigkeit oder Kräften. Die aufgezeichneten Daten werden unmittelbar im Gerät gespeichert, lokal verarbeitet und visualisiert, ohne dass eine Cloud-Anbindung oder ein übergeordnetes MES-System zwingend erforderlich ist.
Der Markt für Edge-Computing-Lösungen in der industriellen Automatisierung wächst, nicht zuletzt weil viele mittelständische Fertigungsbetriebe zwar Interesse an datengetriebenen Wartungsstrategien haben, aber an der Komplexität klassischer IIoT-Implementierungen scheitern. Hohe Implementierungskosten, fehlende IT-Ressourcen und unklare Datenstrategien gelten branchenweit als zentrale Hemmnisse. Das i.Cee²-Konzept adressiert diesen Pain Point, indem es den Einstieg auf die reine Datenerfassung reduziert und Ausbaustufen erst auf Wunsch ergänzt.
igus positioniert das Modul ausdrücklich als Einstiegslösung: 'Predictive Maintenance beginnt nicht mit komplexen Systemen, sondern mit den ersten Daten', heißt es seitens des Herstellers. Der stufenweise Ansatz – zunächst Daten erfassen, dann analysieren, schließlich Muster erkennen und Wartungszeitpunkte ableiten – entspricht einem in der Praxis bewährten Vorgehen, das die Akzeptanz in der Produktion erfahrungsgemäß erhöht.
Relevant ist das i.Cee² auch vor dem Hintergrund steigender Energiepreise und regulatorischer Anforderungen an Ressourceneffizienz. Wer Stromverläufe und Betriebszustände kontinuierlich aufzeichnet, schafft die Datenbasis, um Energieverbräuche zu analysieren und Optimierungspotenziale zu identifizieren – ein Aspekt, der über die reine Zustandsüberwachung hinausgeht und zunehmend in den Fokus von Produktionsverantwortlichen rückt.
Das i.Cee²-Modul reiht sich in das breitere igus-Ökosystem rund um intelligente Energieführungssysteme und Verschleißüberwachung ein. igus vermarktet bereits seit einigen Jahren Sensorlösungen und Monitoring-Dienste unter dem Begriff 'smart plastics'. Das neue Edge-Modul erweitert dieses Portfolio um eine herstellerunabhängige Datenerfassungsschicht, die sich prinzipiell auch für Sensoren und Aktoren anderer Hersteller eignet – ein Aspekt, der die Integrationsfähigkeit in heterogene Maschinenparks verbessert.





