Indu-Sol, spezialisiert auf industrielle Netzwerkdiagnose und -überwachung, hat einen neuen PROFINET Diagnose-Agenten vorgestellt, der laut Hersteller die Inbetriebnahme von PROFINET-Netzwerken erleichtert und gleichzeitig mehr Diagnosedaten für die SPS-Ebene bereitstellt. Die Lösung zielt darauf ab, die Lücke zwischen der physikalischen Netzwerkqualität und der Sichtbarkeit auf Steuerungsebene zu schließen – ein in der Praxis häufig unterschätztes Problemfeld.
In PROFINET-Umgebungen liefern herkömmliche Diagnosewerkzeuge ihre Messergebnisse oft nur in separaten Systemen oder proprietären Dashboards. Der neue Diagnose-Agent von Indu-Sol setzt an diesem Punkt an: Durch die direkte Integration in den SPS-Datenraum können Anlagenbetreiber und Inbetriebnehmer Netzwerkzustandsinformationen – etwa Laufzeiten, Fehlerrahmen oder Topologiedaten – ohne Medienbruch auswerten. Dies reduziert den Aufwand bei der Fehlersuche und ermöglicht eine strukturiertere Vorgehensweise bei der Erstinbetriebnahme.
Der Ansatz ist im Kontext der zunehmenden Komplexität industrieller Netzwerke relevant. Mit steigender Gerätedichte in PROFINET-Topologien – von Antrieben über Sensorik bis hin zu Sicherheitskomponenten – wächst der Bedarf an transparenter, ebenenübergreifender Diagnose. Gleichzeitig fordern Konzepte wie Predictive Maintenance und Industrie 4.0 eine kontinuierliche Erfassung von Netzwerkqualitätsdaten, die über den reinen Kommunikationsstatus hinausgehen.
Indu-Sol ist mit Produkten wie dem ENDpoint-Analysesystem und der PROFINET-Inspector-Linie bereits im Markt für industrielle Netzwerkdiagnose etabliert. Der neue Diagnose-Agent reiht sich in dieses Portfolio ein und adressiert insbesondere Anwender, die eine tiefere Integration von Netzwerkdaten in bestehende SPS-Programme anstreben, ohne zusätzliche externe Auswertesysteme einführen zu müssen.
Für Systemintegratoren und Maschinenbauer bietet der Ansatz einen praktischen Vorteil: Die strukturierte Verfügbarkeit von Diagnoseinformationen auf SPS-Ebene erlaubt es, Alarmierungslogiken und Wartungsworkflows direkt im Steuerungsprogramm abzubilden. Das verringert die Abhängigkeit von separaten Monitoring-Schichten und kann die Erstinbetriebnahmezeit verkürzen, da Netzwerkprobleme früher im Prozess identifiziert und dokumentiert werden können.
Die Veröffentlichung erfolgt in einem Marktumfeld, in dem die Anforderungen an industrielle Netzwerksicherheit und -transparenz durch regulatorische Entwicklungen wie die neue Maschinenverordnung weiter steigen – ein Aspekt, den Indu-Sol parallel in weiteren Fachbeiträgen adressiert. Technische Detailspezifikationen zum Diagnose-Agenten, etwa zu unterstützten SPS-Plattformen oder Übertragungsformaten, hat der Hersteller auf seiner Website hinterlegt.





