Yves-Alain Gubler, Global Product Manager, Contrinex AG, Corminboeuf (Schweiz)
Inhaltsverzeichnis
1. Hochdruckfeste Induktivsensoren 2. Fahrbare Betonpumpen – zuverlässig überwacht 3. Stellungsüberwachte Wegeventile
Ob in Form von Pumpen-, Schmier- oder Hebeanlagen sind richtig ausgelegte Hydrauliksysteme von grundlegender Bedeutung für die Effizienz von Fahrzeugen und Schiffen. Somit müssen auch die darin eingesetzten Sensoren selbst unter rauesten Bedingungen ihre Widerstandsfähigkeit beweisen. Zudem im Zeitalter der elektronischen Steuerung mit Wartungsfunktionen und Online-Überwachung werden zunehmend IoT-fähige Sensoren gefragt, die den speziellen Anforderungen der Hydraulik gerecht werden. Denn wenn man bewährte hydraulische Technologien mit moderner Kommunikation kombiniert – etwa mit hochdruckfesten Induktivsensoren für die Stellungsüberwachung – so ergeben sich völlig neue Möglichkeiten bei Leistungsfähigkeit, Optimierung, Überwachung und Wartung. Mit dem Einsatz von IO-Link-Sensoren und modernen Netzwerk-Technologien lassen sich Systeme einfach und kostengünstig um die neuen Funktionen erweitern.
Hochdruckfeste Induktivsensoren
Daten wie Höchst- und Dauerbetriebsdruck sind beim Einsatz von Induktivsensoren in Extrembereichen nur Richtwerte für eine Vorauswahl. Viele Anwendungen scheiterten an der nötigen Feinabstimmung der eingesetzten Sensoren. So erlauben beispielsweise teflon- oder kunststoffbasierte Dichtsysteme oder Klebefügungen am Sensorkopf zwar hohe Drücke, oft mangelt es aber an der chemischen Beständigkeit. Hydrauliköl enthält meist Additive, die bei hohen Drücken und Temperaturen Kunststoffe auflösen können. Teflon ist dagegen zwar resistent, dafür ist es mechanisch nicht belastbar und neigt unter Druck zum Kriechen. Beides bedeutet in der Praxis, dass so ein Sensor nur eine begrenzte Anzahl von Druckzyklen übersteht. Die Contrinex Sensor GmbH, Leinfelden-Echterdingen, setzt daher mit seinen S500- (Extra Distance) und den S700-Typen (Full Inox) auf besonders robust aufgebaute Technik, die für praktisch alle vorstellbaren Anwendungen geeignet ist. So bietet das rundum geschlossene, chemisch inerte Edelstahlgehäuse der S700-Typen Schutzart IP68/IP69K für die innenliegenden Komponenten.
Vom mechanischen Endschalter zum elektronischen Sensor
Bei den S500-Typen (M5 bis M14) werden in einem speziellen Verfahren Keramikscheiben, Ferritkern mit Spule und die Elektronik mit Anschlusskabel komplett und dauerhaft gasdicht in das Edelstahlgehäuse eingekapselt. Damit arbeiten die IP68-Sensoren zuverlässig über viele Druckzyklen, tolerieren Dauerdrücke von 500 bar und einen Spitzendruck bis 1000 bar bei Schaltfrequenzen von 500 bis zu 1000 Hz. Die eingesetzten ASIC-Bausteine erlauben nun auch eine IO-Linkanbindung und damit den Zugriff auf viele Funktionen wie Signal-Timing, Temperaturüberwachung, Schaltzyklus-Zählung, Warnmeldungen etc.





