Christian Zöhrlaut, Director Product Marketing Management Central Europe, Saga GmbH, Frankfurt a.M.
Inhaltsverzeichnis
1. Sicherheitsbedenken sind empirisch nicht belegbar 2. Mit der Cloud die digitale Transformation umsetzen 3. Cloud als Treiber für mehr Wertschöpfung
Unternehmen lagern heute ihre IT-Infrastruktur in zunehmendem Maße aus. Das ist das Resultat einer längeren Entwicklung. Seit Jahren setzt sich Cloud Computing nach und nach durch. Fast drei Viertel der Unternehmen in Deutschland sind mittlerweile Cloud-Anwender. Der Anteil derjenigen, für die die Auslagerung von Prozessen und Unternehmensanwendungen in die Cloud kein Thema ist, sank zwischen 2016 und 2018 von 17 auf 8 %. Die Zahlen stammen aus der Studie Cloud-Monitor 2019, die Bitkom Research im Auftrag von KPMG durchgeführt hat.
Eine differenziertere Betrachtung verrät jedoch, dass die Cloud-Adaption je nach Branche und Unternehmensgröße unterschiedlich schnell verläuft. Laut Monitoring-Report Wirtschaft Digital 2018 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie liegt der Cloud-Nutzungsgrad etwa bei mittelständischen Betrieben mit zehn bis 250 Beschäftigten bei 43 %. Außerdem ist Cloud Computing für 32 % der Unternehmensentscheider aus der Gruppe irrelevant.
Sicherheitsbedenken sind empirisch nicht belegbar
Die IT-Experten von Bitkom Research nehmen in diesem Zusammenhang eine grundlegende Skepsis gegenüber der Sicherheit und dem Datenschutz in der Cloud wahr: Eine Mehrheit der Befragten zweifelt demnach, ob Daten in der Cloud tatsächlich hinreichend gegen unbefugte Zugriffe von außen geschützt sind. Drei Viertel der Unternehmen, die von den IT-Experten bei Bitkom Research interviewt wurden, teilen diese Sorge. Gerade Public Clouds werden negativ eingeschätzt. Die Cloud-Monitor-Studie stellt damit klar: Ein Schlüsselhemmnis, welches viele Entscheider in kleinen und mittelständischen Betrieben von der Cloud-Nutzung fernhält, sind Sicherheitsbedenken.
Dabei kommt der Bitkom-Report zu dem Ergebnis, dass die Speicherung von Geschäftsdaten im unternehmenseigenen Rechenzentrum keineswegs sicherer ist als in der Cloud: Von den Unternehmen, die Public-Cloud-Lösungen implementiert haben, räumten nur 26 % ein, in den letzten zwölf Monaten Vorfälle im Hinblick auf die Datensicherheit bei den von ihnen genutzten Systemen gehabt zu haben. Demgegenüber berichten 37 % aller Befragten, dass es in den letzten zwölf Monaten Probleme bei der Sicherheit der eigenen, unternehmensinternen IT-Systeme gegeben hat. Dies ist ein Plus von 11 %. Demnach ist empirisch eindeutig belegt, dass die Cloud-Nutzung im Vergleich zu konventionellen IT-Architekturen kein höheres, sondern ein geringeres Sicherheitsrisiko mit sich bringt.





