» Nico Schröder, Korrespondent KEM Konstruktion, Augsburg
Je konnektiver eine Automatisierungslösung ausgelegt sei, desto flexibler seien mit ihr ausgerüstete Lösungen in der Praxis, erklärt Steffen Winkler, Vertriebsleiter der Business Unit Automation & Electrification Solutions bei Bosch Rexroth. Winkler nennt es „Konnektivität als Basis für die digitale Fabrik“. Denn nur durch die Kommunikation von Maschine zu Maschine, zu System und Bediener ließen sich die Potenziale von Industrie 4.0 voll ausschöpfen.
Insofern setzt Bosch Rexroth bei aktuellen Entwicklungen seiner offenen industriellen Automatisierungsplattform ctrlX Automation gerade auf standardisierte, branchen- und herstellerunabhängige Schnittstellen sowie Kommunikationsstandards, um Anwendern noch größere Flexibilität und Zukunftsfähigkeit bieten zu können: In der Feldebene soll das I/O-Portfolio flexible Maschinentopologien auf einfache Art und Weise sowie eine nahtlose Integration der Sensor-/Aktorebene ermöglichen. In der Leitebene sollen sich damit übergeordnete Leitsysteme, MES- und Cloud-Lösungen einfach anbinden lassen. Des Weiteren bildet ctrlX I/O eine funktionale Erweiterung der Steuerung ctrlX Core um Technologie- und Hardware-Optionen wie Speichererweiterungen, USB- und Ethernet-Schnittstellen.
Nahtlose Anbindung an IT- und IoT-Systeme
Das im September neu vorgestellte I/O-Portfolio ctrlX I/O basiert auf EtherCAT und ermöglicht eine echtzeitfähige Datenverarbeitung. Zudem werden Profinet und IO-Link unterstützt. Anwender sollen auf leistungsfähige und frei kombinierbare Schnittstellen zugreifen können, wenn mehr als 30 Kommunikationsstandards wie OPC UA und MQTT für eine entsprechend nahtlose Anbindung an IT- und IoT-Systeme sorgen. Analoge sowie digitale Ein-/Ausgänge ermöglichen den Anschluss von Standard-Sensoren und Aktoren. Über Geberschnittstellen und Antriebsmodule lassen sich Klein- und Schrittmotoren direkt aus der E/A-Ebene ansteuern.
Maschinenhersteller können Module und Erweiterungen frei miteinander kombinieren. Zudem bilden auf ctrlX I/O abgestimmte Apps aus der Software- und Engineering-Toolbox ctrlX Works zahlreiche Technologiefunktionen ab.
Mit ctrlX Automation bricht Bosch Rexroth in eine neue Automationswelt auf
Vorteile für smarte Fabriken
Laut Rexroth gehe es im Prinzip um „mehr Produktivität, weniger Komponenten, weniger Engineering”, was Entwicklern größtmögliche Freiheitsgrade bei modularen Maschinen und Einsparpotenziale ermöglichen soll. Steffen Winkler fasst die aktuelle Entwicklung wie folgt zusammen: „ctrlX I/O unterstützt unsere Kunden dabei, zukunftsfähige Maschinenkonzepte zu erstellen. In Kombination mit ctrlX Automation treiben wir damit die intelligente Vernetzung innerhalb der Automatisierung voran und setzen neue Standards.“





