Wachstum trotz sich extremer Rahmenbedingungen
Problematisch stellt sich für Leuze Electronic zur Zeit auch die Situation bei der Beschaffung von Bauteilen dar. Die Fertigungskapazitäten des Unternehmens sind voll ausgelastet, gearbeitet wird weltweit im 3-Schicht-Betrieb an 6, teilweise auch an 7 Tagen in der Woche. Ziel ist es, 2022 weltweit mehr als 7 Mio. Sensoren zu fertigen.
Wie Ulrich Balbach weiter erläutert, basiert die Wachstumsstrategie von Leuze auf verschiedenen Säulen: „Wir fahren auf Sicht, um stets flexibel agieren zu können. Das gibt uns die Möglichkeit, unsere Ziele und Aktivitäten stets sorgfältig zu prüfen und bei Bedarf auch kurzfristig zu justieren“, erläuterte dazu der CEO. Als einen weiteren Erfolgsfaktor nennt der Geschäftsführer den klaren Branchenfokus. Das Unternehmen entwickelt und liefert in die Industrien des Anlagen- und Maschinenbaus, in denen es jahrzehntelange Erfahrung und ein fundiertes Applikationswissen hat. Dazu zählen die Verpackungsindustrie, die Intralogistik und die Labor-Automation. Weiterer wichtiger Schritt war im Jahr 2020 die Eröffnung des internationalen Distributionszentrums in Unterlenningen, nahe des Headquarters. Von dort aus werden alle europäischen Kunden sowie die internationalen Tochtergesellschaften beliefert. Um die weltweite Nachfrage mit kurzen Lieferzeiten erfüllen zu können, soll bis Ende 2022 die Anzahl der Produktionslinien verdoppelt werden.
Wachstum bedeutet Verantwortung
Auch die Themen Nachhaltigkeit und Klimaneutralität sind fest in der Leuze-Unternehmensstrategie verankert. „Wir wollen die Zukunft aktiv und positiv für nachfolgende Generationen gestalten“, so Ulrich Balbach: „Nicht nur in technologischer Hinsicht, sondern auch in gesellschaftlicher und ökologischer. Im Kontext der Lieferketten bedeutet das, auch über Wertschöpfungstiefe nachzudenken und sich Gedanken über die Lieferanten zu machen.“ Beginnen möchte man damit, bis Ende dieses Jahres in Deutschland CO2-neutral zu werden. Weitere Schritte werden folgen.
Steuerungswelten wachsen zusammen
Das Herzstück jeder Automatisierungslösung ist die Maschinensteuerung, die mit den für die Applikation erforderlichen Sensoren und Aktuatoren vernetzt wird. Da Leuze überall auf der Welt präsent ist, werden neben Profibus- und Profinet auch Ethercat sowie Ethernet IP unterstützt. PC-basierte Steuerungen setzen darüber hinaus auf Technologien wie Standard-Ethernet TCP/IP oder OPC UA auf.





