Angela Vogt, Produktmanagement Antriebstechnik, Beckhoff Automation
1. Linearantriebstechnik – Vorteile und Anforderungen 2. Vereinfachung durch Symmetrie und Modularität 3. Platzbedarf und Kosten reduziert
Die Linearmotoren AL8000 der Beckhoff Automation GmbH & Co. KG, Verl, bieten durch ihren modularen Aufbau neue Lösungsansätze für lineare Motion-Applikationen im modernen Maschinenbau. Sie ermöglichen eine direkte Kraftübertragung des Motors auf die zu bewegende Last und werden daher auch Direktantriebe genannt. Sie kommen ohne zusätzliche mechanische Übertragungselemente aus, die in der Konstruktion zu berücksichtigen wären. Dies stellt einen entscheidenden Vorteil gegenüber konventionellen Mechaniken dar – etwa Ritzel-Zahnstangen-, Spindel- oder Zahnriemenantrieben.
Linearantriebstechnik – Vorteile und Anforderungen
Durch die direkte Kraftübertragung des Linearmotors lässt sich eine spielfreie Konstruktion zwischen Motor und Last realisieren, was hochpräzise Applikationen ermöglicht. Der Linearmotor ist somit ein verschleißfreier Antrieb und benötigt keine regelmäßige Wartung. Da bei einem Linearmotor durch das direkte Funktionsprinzip die geschwindigkeitslimitierenden Bauelemente eliminiert werden, können zudem Applikationen mit höchsten Anforderungen an Geschwindigkeit und Dynamik bei zeitgleich hoher Präzision bedient werden.
Auch wenn die mechanischen, spielbelasteten Übertragungselemente durch den Einsatz eines Linearmotors entfallen, bedarf es anderer konstruktiver Bauteile, wie etwa ausreichend dimensionierter Führungsschienen und Lager. Hinzu kommt ein individueller Maschinenschlitten, der sowohl die Montage des Spulenteils als auch anderer Maschinenkomponenten vorsieht. Diese konstruktiven Bauteile sind für die Komplettierung einer Linearachse auf Basis eines Linearmotors unverzichtbar und stellen die Konstruktion häufig vor eine Herausforderung.
Beckhoff macht Steuerung zum modularen Schaltschrank
Vereinfachung durch Symmetrie und Modularität
Damit die Konstrukteure trotz maschinenindividueller Anforderungen möglichst flexibel arbeiten können, stand bei der Entwicklung der Linearmotoren AL8000 ein symmetrischer Aufbau und somit die Realisierung einer möglichst einfachen und einheitlichen Maschinenkonstruktion im Fokus. Der Hauptansatz ist hierbei das modulare Spulenkonzept der AL8000. Dieses zielt darauf ab, das Design des individuellen Maschinenschlittens hinsichtlich der Befestigung des Spulenteils zu vereinheitlichen und eine gemeinsame Basis für verschiedene Maschinentypen beziehungsweise verschiedene Spulenteile zu schaffen.





