Die neue EU-Maschinenverordnung (EU) 2023/1230, die die bisherige Maschinenrichtlinie 2006/42/EG ablöst, erweitert den Pflichtenkatalog für Maschinenhersteller und Inverkehrbringer spürbar – unter anderem um explizite Anforderungen an die Cybersicherheit von Steuerungs- und Kommunikationssystemen. Für viele Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau bedeutet dies Neuland: Während funktionale Sicherheit (Safety) seit Jahrzehnten etabliert ist, fehlt es bei OT-Security vielfach noch an strukturierten Prozessen und klaren Verantwortlichkeiten.
Indu-Sol, Spezialist für Industrienetzwerk-Diagnose und -Monitoring mit Sitz in Schmölln, hat zu diesem Thema einen Fachbeitrag veröffentlicht, der laut Pressemitteilung vom 2. Juli 2026 eine praxisnahe Einordnung der Security-Anforderungen der Maschinenverordnung liefert. Der Tenor: Security muss nicht zwingend komplex sein – vorausgesetzt, Unternehmen verfügen über die nötige Expertise und gehen das Thema strukturiert an.
Aus Marktperspektive trifft die Verordnung eine Branche in einer kritischen Übergangsphase. Die zunehmende Vernetzung von Maschinen im Kontext von Industrie 4.0 und IIoT vergrößert die Angriffsfläche industrieller Systeme erheblich. Gleichzeitig wächst der regulatorische Druck: Neben der Maschinenverordnung adressieren auch der Cyber Resilience Act (CRA) und die NIS-2-Richtlinie die Sicherheit vernetzter Industriekomponenten. Für Hersteller ergibt sich damit ein mehrschichtiges Compliance-Geflecht, das koordiniertes Vorgehen erfordert.
Indu-Sol ist in diesem Kontext kein neutraler Beobachter: Das Unternehmen vertreibt Netzwerkdiagnose-Lösungen wie den Industrial-Ethernet-Switch PROmesh P24+ sowie den PROFINET-Diagnose-Agenten, die Transparenz über den Netzwerkzustand in der Produktion schaffen. Netzwerktransparenz gilt in der OT-Security als grundlegende Voraussetzung – ohne Sichtbarkeit der kommunizierenden Geräte und Datenströme lassen sich weder Anomalien erkennen noch Segmentierungskonzepte zuverlässig umsetzen. Der Fachbeitrag des Unternehmens positioniert sich damit im Schnittfeld von technischer Produktkompetenz und regulatorischer Orientierungshilfe.
Für den Maschinen- und Anlagenbau ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Maschinenverordnung und wachsender Netzwerkkomplexität ein klarer Handlungsbedarf: Hersteller müssen Security by Design bereits in der Konstruktionsphase berücksichtigen und entsprechende Nachweise für die Konformitätsbewertung erbringen. Normen wie IEC 62443 bieten dabei einen strukturierten Rahmen, der zunehmend als Referenz in der Branche etabliert wird. Wie Indu-Sol in seinem Beitrag andeutet, liegt die Herausforderung weniger in der technischen Komplexität einzelner Maßnahmen als in der systematischen Herangehensweise und dem Aufbau interner Kompetenz.
Der Beitrag ist unter aktuelles auf der Indu-Sol-Website abrufbar. Für Maschinenbauer, die sich mit den konkreten Anforderungen der Verordnung auseinandersetzen müssen, dürfte die Einordnung eines auf Industrienetzwerke spezialisierten Anbieters eine praxisrelevante Perspektive liefern – auch wenn die regulatorische Gesamtverantwortung letztlich beim jeweiligen Hersteller und dessen Rechts- und Sicherheitsbeauftragten verbleibt.
Quelle: Indu-Sol Presse – https://www.indu-sol.com/aktuelles/?tx_nmnews_pi1%5Bnews%5D=359&cHash=b6c9e5c3da85e19388552841a1639d59





