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    Maxon-Gruppe steigert den Umsatz um 7,9%
    Foto: Foto: Opt Lasers / Unsplash
    Antriebstechnik

    Maxon-Gruppe steigert den Umsatz um 7,9%

    Die Maxon-Gruppe mit Sitz in Sachseln in der Schweiz hat im Geschäftsjahr 2019 ein neues Rekordergebnis erzielt und den Umsatz um 7,9 Porzent gesteigert
    Veröffentlicht
    25. Juni 2020
    Lesezeit
    3 Minuten
    Rubrik
    Antriebstechnik

    (ik) Die Maxon-Gruppe mit Sitz in Sachseln in der Schweiz hat im Geschäftsjahr 2019, trotz einer weltweit spürbaren konjunkturellen Abschwächung, ein neues Rekordergebnis erzielt. Das Unternehmen steigerte den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um rund 40 Millionen Schweizer Franken auf 567,8 Millionen Schweizer Franken (+7,9 Prozent). Damit hat die Maxon-Gruppe den Umsatz in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. Das Umsatzwachstum resultierte aus dem permanenten Ausbau von Märkten sowie Kunden und konnte dank regelmäßiger Investitionen sowie dem gezielten Aufbau personeller Ressourcen bewältigt werden. 2019 investierte Maxon beispielsweise mehr als 40 Millionen Schweizer Franken in mobile Sachanlagen sowie in den Bau neuer Büro- und Produktionsanlagen. Ende 2019 beschäftigte das Unternehmen 3.050 Mitarbeitende an weltweit neun Produktionsstandorten und in über 30 Ländern mit Vertriebsgesellschaften. Trotz der ungebrochen hohen Innovationskraft geht Maxon für 2020 allerdings aufgrund der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie von einem spürbaren Umsatzrückgang aus.

    Der Cash Flow sank 2019 auf 44,9 Millionen Schweizer Franken (55,7 Millionen im Vorjahr), was auf den gegenüber dem Euro wiedererstarkten Schweizer Franken, Goodwill-Abschreibungen beim 2018 erworbenen englischen Unternehmen Parvalux sowie die Umstellung der gruppenweiten IT auf die neue NextGeneration-ERP-Lösung zurückzuführen ist. „Auch 2019 investierten wir viel Zeit und Geld, um die Maxon-Gruppe fit für die Zukunft zu machen“, sagt Karl-Walter Braun, Hauptaktionär. „Aufgrund der gesunden finanziellen Lage haben wir alle Investitionen aus eigenen Mitteln tätigen können. Die Organisation der Gruppe passen wir laufend an die neue Größenordnung des Unternehmens an, um auch zukünftiges Wachstum stemmen zu können.“

    Ein Pilotprojekt sowie Investitionen in die Forschung und Entwicklung

    Gegenüber dem Vorjahr ist die Mitarbeiterzahl um 125 auf 3.050 gestiegen. 15 Lernende haben ihre Lehre erfolgreich abgeschlossen. Seit 2018 bietet Maxon zudem den Mitarbeitenden die Möglichkeit, ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis als Automatikmonteur/in zu erwerben. „Die Berufsschulklasse startete 2018 mit acht Mitarbeiterinnen im Alter zwischen 25 und 50 Jahren, viele mit Migrationshintergrund und mit Familie“, sagt Karl-Walter Braun. Das Ausbildungsprogramm, das Maxon gemeinsam mit dem Kanton Obwalden lanciert hat und an dem mittlerweile über 20 Mitarbeitende teilnehmen, ist in dieser Form das erste Pilotprojekt in der Schweiz.

    Maxon investiert seit Jahren im hohen einstelligen Prozentbereich des Umsatzes in Forschung und Entwicklung. 2019 betrugen die Investitionen über 38 Millionen Schweizer Franken. „Rund 340 F+E-Mitarbeitende sorgen dafür, dass wir uns ständig weiterentwickeln und erneuern. Wir sind schon lange kein reiner Elektromotoren-Hersteller mehr, sondern entwickeln uns kontinuierlich zum Anbieter kompletter mechatronischer Antriebssysteme, bestehend aus Präzisionselektromotoren, Hochleistungsgetrieben und intelligenter Steuerungselektronik“, sagt Eugen Elmiger, VR-Delegierter und CEO. Dabei komme dem Unternehmen zugute, „dass wir Getriebe, Elektromotoren und Steuerungselektronik in der Gruppe selbst entwerfen und produzieren können.“ So habe Maxon flexibel und schnell handeln können, „um Motoren für Beatmungsgeräte und Linearantriebe für die Laborautomation zum Auswerten von Corona-Tests entwickeln, herstellen und liefern zu können“, sagt Elmiger.

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    Maxon ist global tätig und breit aufgestellt

    Die umsatzstärksten Branchen des Unternehmens sind die Medizintechnik sowie die Industrieautomation und Robotik. Weitere große Märkte sind die Mess- und Prüftechnik, Luft- und Raumfahrt sowie die Automobilindustrie, in der sich ein Großauftrag zur Harnstoffeinspritzung bei Lastwagen (AdBlue Technology) positiv ausgewirkt hat.

    Bei den internationalen Raumfahrtprogrammen ist Maxon ein wichtiger Partner. So startet diesen Sommer der nächste NASA-Rover zum Mars – ausgestattet mit 16 Maxon-Motoren.

    „Die Maxon Gruppe ist global tätig, in den Märkten breit aufgestellt und verfügt über ein solides Fundament, um sich als Weltmarktführer auch in Zukunft gut behaupten zu können. Der Auftragseingang für die zweite Hälfte 2020, außer für die medizintechnischen Produkte, ist noch schwach“, sagt Eugen Elmiger. „Wir rechnen deshalb zurzeit mit einer rund zehnprozentigen Umsatzreduktion gegenüber dem Rekordjahr 2019.“

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