Michael Burger, Product Manager MLG-2, Global Business Center Presence Detection, und Marco Kaiser, Strategic Industry Manager Consumer Goods – Packaging, Global Industry Center Factory Automation, beide Sick AG, Waldkirch
1. Keimen keine Chance geben 2. Lichtgitter ermöglicht die Lösung anspruchsvoller Automatisierungsaufgaben 3. Keine Einbußen in puncto Performance 4. Zukunftssicher automatisieren
Messende Lichtgitter der Produktfamilie MLG-2 der Sick AG, Waldkirch, werden in automatisierten Prozessen zur Anwesenheitsdetektion beliebiger Objekte sowie zu deren Vermessung in 2D und 3D eingesetzt. Die Erfassung von Höhe und Breite – und mit einem zusätzlichen Wegmesssystem auch der Länge – wird im Rahmen einer Prozesssteuerung oder Qualitätsüberwachung unter anderem zur Bahnkantenregelung, zur Kontur- und Volumenmessung oder zur optischen Lagen- und Fehlstellenprüfung eingesetzt.
Überwachungshöhen zwischen 150 und 3.200 Millimetern in verschiedenen Strahlrastern von 2,5 bis 50 Millimetern, Reichweiten bis zu 8,5 Meter, I/O- und Feldbus-Schnittstellen sowie abgestufte automatisierungstechnische Ausstattungspakete ermöglichen dabei maßgeschneiderte und wirtschaftliche Lösungen. In den Schutzarten IP65 und IP67 sowie durch die Spezifizierung für Betriebstemperaturen zwischen -30 °C und +55 °C von Hause aus bereits sehr robust, erschließt die Integration in ein IP69K-Schutzgehäuse dem Lichtgitter „das breite Angebot“ der Fleisch-, Milch- und Lebensmittelverarbeitung – mit ihren besonderen Anforderungen.
Keimen keine Chance geben
Zerlege- und Verarbeitungsmaschinen in der Fleischindustrie, Käsepressen und Transportanlagen in Molkereien sowie Verpackungsmaschinen in der Lebensmittelindustrie sind Beispiele für Anlagen, die höchste Anforderungen an die Prozess- und umfeldgerechte Auslegung darin verbauter Komponenten stellen. Möglicher direkter Kontakt mit Produkten, insbesondere wenn sie eiweißhaltig sind, und daraus resultierende Kontaminierungsgefahren bedingen regelmäßige Reinigungen und Desinfektionen des Nassbereiches von Maschinen. Diese vermeiden Hygienerisiken durch die Verunreinigung der Fleischprodukte mit Mikroorganismen, Sporenbildnern oder anorganischen Rückständen.
Gleichzeitig verlangen die Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen an den außenliegenden Flächen und Komponenten Maschinen und Materialien alles ab. Die Verwendung beispielsweise tensidhaltiger, saurer, Chlor- und chloralkalischen Schaumreiniger oder neutraler, Hypochlorit- oder Peressigsäure-haltiger Desinfektionsmittel übersteigt die Materialbeständigkeit von üblichen Standardsensoren. In der Regel hinzu kommt der Einsatz von Hochdruckreinigern, der herkömmlichen Automatisierungskomponenten schnell ihre Einsatzgrenzen aufzeigt. Schließlich gilt es, besondere Hygieneanforderungen sowie hygienerelevanter Empfehlungen, Standards, Normen, Verordnungen und Vorschriften einzuhalten, um den höchstmöglichen Schutz vor Keimen und Kontaminationsrisiken erreichen.





