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    Die MGB2 Modular von Euchner lässt sich individuell anpassen
    Foto: Foto: Ant Rozetsky / Unsplash
    Safety & Security

    Die MGB2 Modular von Euchner lässt sich individuell anpassen

    Komplexere Anwendungen erfordern flexiblere Anlagenkomponenten. Mit der Weiterentwicklung MGB2 Modular kommt Euchner diesem Trend entgegen
    Veröffentlicht
    09. November 2018
    Lesezeit
    4 Minuten
    Rubrik
    Safety & Security

    Xabier Antolin, Produktmanager MGB-Sicherheitssysteme bei Euchner in Leinfelden-Echterdingen

    1. Hunderte realisierbare Varianten 2. Vernetzung innerhalb eines VPN

    Mit weniger mehr erreichen – das war der Leitgedanke, der von Anfang an hinter der Entwicklung der MGB2 Modular stand. Mit weniger Komponenten soll dabei die zweite Generation der erfolgreichen Multifunctional Gate Box (MGB) von Euchner nicht nur Maschinenbauern, sondern vor allem auch Anwendern mehr Flexibilität bieten. Dies soll über mehr Vernetzungsoptionen, mehr Funktionen, mehr Effizienz und gleichzeitig mehr Spielraum für zukünftige Innovationen rund um die Schutztür, auch im Hinblick auf Industrie 4.0, ermöglicht werden. All diese Ziele waren allerdings nicht mit kleinen evolutionären Schritten erreichbar. Stattdessen war ein smarter Kunstgriff nötig: Die MGB2 ist deshalb modular konzipiert. Das heißt, dass das eigentliche Zuhaltemodul baulich separiert vom Busmodul mit integriertem Profinet/Profisafe ist. Die Submodule mit den entsprechenden Bedienelementen wie Drucktastern, Wahlschaltern, Schlüsselschaltern oder Not-Halt-Tastern werden nach Wunsch ins Zuhaltemodul gesteckt.

    Die Trennung von Zuhalte- und Busmodul kann zwei wichtige Vorteile bieten: Zum einen ist nun an nur einem Busmodul der Anschluss von bis zu sechs MGB2 Modular möglich. Wenn also, wie es in der Praxis häufig vorkommt, ein Bus die Signale von zwei oder drei Schutztüren einsammeln soll, waren bisher zwei oder drei Busknoten nötig. Mit der MGB2 Modular genügt ein einziger. Und neben den Geräten selbst kann der Anwender Netzwerkleitungen, Netzwerkadressen – und letztlich auch Speicherkapazität im Bereich der Steuerung einsparen. Zum anderen können Bus- und Erweiterungsmodul abgesetzt montiert werden. Dies lässt vor allem bei beengten Platzverhältnissen eine Montage an jeder geeigneten Stelle an der Maschine zu. Besondere Flexibilität bieten aber vor allem auch die einzelnen Submodule, da sie eine Vielzahl an maßgeschneiderten Kombinationen ermöglichen können. Insgesamt lassen sich an jede MGB2 Modular bis zu 18 Teilnehmer (Module oder Submodule) anschließen. Ein Zuhaltemodul beispielsweise ist ein Teilnehmer, ein Submodul mit zwei Drucktastern ein zweiter und ein Submodul mit einem Not-Halt ein dritter.

    Hunderte realisierbare Varianten

    „Unter dem Strich“, sagt Xabier Antolin, Produktmanager MGB-Sicherheitssysteme bei Euchner, „können wir mit unserem neuen modularen Konzept allein für Türzuhaltungen und damit verbundene Systeme Hunderte von Varianten mit nur wenigen Submodulen realisieren.“ Das typische Anwendungsbeispiel einer Anlage mit vier Schutztüren verdeutlicht die Flexibilität und die Effizienz, die das System ermöglichen kann: An zwei der Türen soll der Bediener in der Lage sein, bestimmte Prozesse zu starten und zu stoppen. Und an allen muss es möglich sein, einen Fehler zu quittieren, die Anlage darüber zu informieren, dass man sie betreten möchte sowie die Zuhaltung wieder zu aktivieren. Bisher waren für einen Aufbau dieser Art vier komplette MGB-Systeme nötig. Mit der MGB2 Modular braucht man dagegen nun nur noch ein einziges Busmodul sowie vier Zuhaltemodule. Die benötigten Tasten zum Realisieren der oben genannten Steuerfunktionen werden dafür mithilfe unterschiedlicher Submodule zusammengestellt.

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    Diese Variantenvielfalt mit wenigen Komponenten bedeutet für den Anwender zum einen, dass er seinen Lagerbestand an Ersatzteilen deutlich reduzieren kann und er sich nicht mehr mit zig verschiedenen Artikelnummern beschäftigen muss. „Zum anderen werden Umbauten an der Maschine viel einfacher, was angesichts des immer höheren Produktinnovations-Tempos in den Fertigungsbetrieben sicherlich für viele Firmen ein großer Pluspunkt ist“, erklärt Produktmanager Xabier Antolin. Darüber hinaus werde auch der Austausch einzelner Komponenten im Fall eines Defekts viel leichter und kostengünstiger – in den meisten Fällen ist ein Austausch demnach sogar während des laufenden Betriebs der Anlage möglich.

    Vernetzung innerhalb eines VPN

    Insbesondere für größere Unternehmen mit mehreren Werken bietet die MGB2 Modular zudem die Option der Vernetzung innerhalb eines Virtual Private Networks (VPN). Via Webserver können Mitarbeiter somit von der Zentrale aus die Funktionalitäten all ihrer Schutztürsysteme in sämtlichen Fertigungsbetrieben in Echtzeit überwachen. Auf demselben Weg erhalten sie auch jederzeit vollständige Log-Dateien, die sie bei eventuellen Unregelmäßigkeiten zur schnellen Identifizierung des Problems an den Support von Euchner schicken können. Aus Sicherheitsgründen lassen sich beim Zugriff aus der Ferne allerdings lediglich Informationen abrufen, Veränderungen an der Konfiguration oder Wartungsarbeiten sind auf diesem Weg nicht möglich. Und über einen einfachen Kippschalter lässt sich der Webserver auch ganz deaktivieren. „So ein Masterswitch ist deshalb wichtig, weil es nach wie vor viele Unternehmen gibt, die einen Remotezugang grundsätzlich nicht erlauben“, erklärt Xabier Antolin. Bezüglich der Entwicklung zusätzlicher Features und Funktionen schafft der modulare Aufbau gute Voraussetzungen. Als Fixpunkte stehen lediglich die Bauform mit den entsprechenden Abmessungen sowie die einheitlichen Steckverbindungen fest – was genau auf dieser Plattform dann passiert, darüber entscheidet die technologische Kreativität. ik

    Weitere Informationen zur MGB2 Modular von Euchner:

    Messe SPS IPC Drives 2018: Halle 7, Stand 280

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