Dr. Jan Regtmeier ist Leiter des Produktmanagement Mica & RFID bei Harting in Espelkamp
1. Intuitives Ökosystem 2. Stillstände vermeiden und die Qualität verbessern 3. Sichere Software-Container
Das IoT-Einsteiger-Kit besteht aus einer Mica mit USB- und Ethernet-Schnittstelle sowie einem Sensor von Bosch. Dieser CISS-Sensor verfügt ebenfalls über eine USB-Schnittstelle und erfüllt alle Anforderungen des rauen Industrieumfelds gemäß IP67. Jedem Sensor liegen zwei Magneten bei, die eine einfache Installa- tion ermöglichen. Mithilfe der Magneten kann der Sensor an jeder beliebigen Maschine befestigt werden. Der CISS-Sensor kommuniziert Standardwerte wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Orientierung und Vibrationen. Damit ist es möglich, auf unkomplizierte Weise ein Kondition-Monitoring aufzubauen. Auf der Mica ist eine APP installiert, die die Parameter und die Daten vom Sensor direkt entgegennimmt und auf einem Dashboard visualisiert.
Für viele Unternehmen ist es aktuell wichtig, erste Erfahrungen mit der Thematik Industrie 4.0 zu sammeln. Das Einsteiger-Kit wurde speziell für Endanwender im Maschinenbau konzipiert, für Anwender, die vor dem Einstieg in das Thema stehen und sich einen ersten Eindruck über den Zustand ihrer Maschinen verschaffen möchten. Die Lösung ist in etwa 15 Minuten betriebsbereit und liefert erste Daten. Neben der Visualisierung ist es auch möglich, Daten aus der App an MES und Cloud zu senden. In kürzester Zeit lässt sich so Kondition-Monitoring einfach nachrüsten. Die vorinstallierte und vorkonfigurierte Software muss nur einmal in Betrieb genommen werden. Zur Visualisierung kann sich der Anwender mit dem Tablett auf der Mica anmelden und die entsprechende Webseite mit dem Dashboard aufrufen.
Intuitives Ökosystem
Die intuitiv zu bedienenden Apps eignen sich auch für die Auswertung weiterer Sensoren. Da im Markt zunehmend mehr USB-Sensorik verfügbar ist, lässt sich weitere Sensorik am zweiten USB-Port anschließen. Später kann auf Modbus-Sensorik umgestiegen werden, sodass sich ein deutlich breiteres Sensorik-Angebot erschließen lässt. Ziel war es, einen möglichst einfachen Startpunkt für viele Maschinenbetreiber zu schaffen. Die Mica basiert aktuell auf einem ARM-Singlecore-1-GHz-Prozessor bzw. einem Dualcore-Prozessor mit 3 GHz Takt. Möglich ist die Kommunikation über Ethernet, über WLAN oder LTE.
Wer mit der Bosch-CISS-App-gearbeitet hat, kommt auch mit der Modbus-Sensorik gut zurecht. Bei der Entwicklung der Lösung wurde darauf geachtet, dass die Usebility einheitlich ist. Es müssen lediglich die Modbus-spezifischen Parameter eingestellt werden. Mit der Mica wurde ein Ökosystem geschaffen, in das sich der Kunde einfach einarbeiten kann. Alle Sensoren sind ähnlich zu bedienen. Wachsen die Aufgaben, lassen sich weitere Micas hinzufügen. Durch den einfachen Datenaustausch untereinander ist die Visualisierung auf einem Gerät möglich.





