Micro-Epsilon hat den Laser-Distanzsensor optoNCDT ILR3800-100 um eine IO-Link-Variante ergänzt. Die neue Schnittstellenoption richtet sich an Anwender in der Automatisierungstechnik, die eine standardisierte, kostengünstige Anschlusstechnik benötigen und den Sensor in bestehende Steuerungsarchitekturen einbinden möchten.
IO-Link gilt als etablierter Kommunikationsstandard auf Feldebene und ist in IEC 61131-9 normiert. Der Vorteil gegenüber analogen oder proprietären Schnittstellen liegt in der bidirektionalen Kommunikation über handelsübliche ungeschirmte Dreileiterkabel sowie in der Möglichkeit zur zentralen Parametrierung und Diagnose. Für den ILR3800-100 bedeutet das konkret: Bei einem Sensoraustausch können gespeicherte Parametersätze automatisiert auf das Ersatzgerät übertragen werden, ohne manuelle Nachkalibrierung vor Ort. Das verkürzt Stillstandzeiten und entlastet das Wartungspersonal.
Parallel zur IO-Link-Variante veröffentlicht Micro-Epsilon ein Firmware-Update für den ILR3800. Zwei neue Funktionen stehen im Mittelpunkt: Eine integrierte Auto-Korrektur filtert Extremwerte im Messsignal automatisch heraus und stabilisiert so die ausgegebenen Messwerte, was besonders bei reflektierenden oder wechselnden Oberflächen relevant ist. Darüber hinaus wurde das Preset DYNAMIC eingeführt, das die internen Filterparameter auf maximale Reaktionsgeschwindigkeit optimiert. Es richtet sich an Applikationen mit schnellen Zielbewegungen, etwa in der Fördertechnik, bei Hublagebestimmungen oder in Pick-and-Place-Systemen.
Der optoNCDT ILR3800-100 arbeitet nach dem Prinzip der Laufzeitmessung und ist laut Hersteller für Distanzen bis 100 Meter ausgelegt. Mit der kompakten Bauform und der robusten Ausführung positioniert Micro-Epsilon den Sensor für industriell anspruchsvolle Umgebungen. Die Kombination aus großem Messbereich, hoher Wiederholgenauigkeit und nun verfügbarer IO-Link-Anbindung macht ihn für eine breitere Palette von Automatisierungsaufgaben nutzbar, darunter Lagerplatzerkennung, Positionsüberwachung von Hubwerken sowie Abstandsmessung an bewegten Maschinenelementen.
Die Erweiterung um IO-Link folgt einem Branchentrend: Immer mehr Sensorhersteller statten etablierte Messgeräte nachträglich mit dieser Schnittstelle aus, um die Anforderungen moderner IIoT-Architekturen zu erfüllen. Die zentrale Verwaltung von Sensorparametern über übergeordnete Systeme wie SPS oder Asset-Management-Software gewinnt in der vorausschauenden Instandhaltung (Predictive Maintenance) zunehmend an Bedeutung. Mit der neuen Variante des ILR3800-100 bedient Micro-Epsilon diesen Bedarf direkt im Segment der Laser-Distanzsensorik.
Quelle: Micro-Epsilon Presse – https://www.micro-epsilon.de/aktuelles/presse/artikel/smarte-distanzmessung-moderne-automatisierung/





