Die Vielfalt der Initiativen zur Förderung der digitalen Transformation in Europa und aller Welt ist verwirrend. Neben Sicherheitsfragen ist sie sicher mit ein Grund für die Zurückhaltung, die trotz der verlockenden geschäftlichen Potenziale noch immer zu beobachten ist, wenn es um die Anbindung der Produktion an die Cloud geht – vor allem im Mittelstand. „Dabei kann ein durchdachtes Transferkonzept mit Datenaufbereitung in der Edge und diversen Sicherheitsmechanismen den personellen und zeitlichen Aufwand für die permanent notwendige Absicherung der eigenen Hard- und Softwaresysteme sogar reduzieren“, sagt Thomas Lantermann, Senior Solution Consultant bei Mitsubishi Electric Europe B.V.
Große Datenmengen schnell aufbereitet
Die Stärke dieses Konzeptes ist zunächst einmal die Erfassung großer Mengen an Produktionsdaten sowohl von den hauseigenen Komponenten als auch den Geräten anderer Anbieter. Die frei skalierbare Edge-Computing-Lösung mit dem C-Controller von Mitsubishi Electric als kleinster Einheit bereitet die Daten innerhalb der Automatisierungsplattform so auf, dass die Verzögerungen der Cloud vermieden und die Echtzeit-Anforderungen der Produktion erfüllt werden. Beim Edge-Computing werden Daten von intelligenten Geräten direkt innerhalb der Automatisierungsplattform gesammelt, gefiltert, vorverarbeitet und analysiert. Dadurch wird die Verzögerung und Latenz der Cloud sowie der Einsatz von industrieller Hardware in einer rauen Produktionsumgebung vermieden. Die von Sensoren, Antrieben, programmierbaren Steuerungen, mechatronischen Systemen und Energieüberwachungsgeräten gesammelten Daten können durch den C-Controller und MES-Interface-Lösungen des Automatisierungsspezialisten analysiert werden. Daten können unmittelbar für Prozesse zur Verfügung gestellt werden, die sie benötigen und/oder an Produktionsleitsysteme weitergeleitet und zur Optimierung der Lieferkette, Verbesserung der Produktionssteuerung oder Simulation der Produktion verwendet werden. Durch das Halten von zeitkritischen Informationen in der Automatisierungsumgebung und das Vorverarbeiten von Informationen, die von übergeordneten Systemen oder der Cloud benötigt werden, wird auch die benötigte Bandbreite der IT-Infrastruktur reduziert. Dies erhöht die Sicherheit und beseitigt Probleme, die durch die Handhabung regionaler Daten und der Erfüllung von Speicherbedingungen entstehen.
Schutz der Daten-Vertraulichkeit und höchste Verfügbarkeit
Die C-Controller-Lösung gibt die Daten wahlweise direkt an ERP/MES-Systeme, Cloud-Lösungen oder auch an eigene Applikationen weiter. Hierfür steht ein Software Development Kit (SDK) zur Verfügung. Lantermann: „Für die Nutzung sind keine besonderen Programmierkenntnisse erforderlich: Operational Technology (OT) und Information Technology (IT) vereinbaren lediglich eine Datenstruktur sowie die Häufigkeit des Austauschs und teilen dem C-Controller die IP-Adresse und die Login-Informationen zur Cloud mit. Ansonsten bleibt jeder in seiner vertrauten Domäne.“ Der Austausch der Datenstruktur ist mit Security-Mechanismen hinterlegt und erfüllt die Anforderungen des IT-Schutzes durch Authentifizierung, Identifikation und aktuelle Verschlüsselungen.





