Dr. Bruno Gries ist Leiter Produktmanagement Fluidsensorik bei Turck
1. Bedienung mit Smartphone-Haptik 2. Hochbelastbare Metalldruckzellen 3. Modulare Familienerweiterung 4. Weitere Geräte werden folgen 5. Kommunikation für Industrie 4.0
Funktionalität zählt im industriellen Umfeld zu Recht mehr als Optik. Umso besser, wenn Produkte sowohl im Anwendernutzen als auch in der Ästhetik punkten und Kunden zum Urteil führen: sieht nicht nur gut aus, sondern kann auch viel. Genau dies ist der Anspruch der Drucksensoren der PS+-Serie, der durch die Auszeichnung mit dem renommierten iF Design Award unterstrichen wird. Das Plus im Namen der Sensorfamilie steht dabei für zwei zentrale Kundenvorteile: eine vereinfachte Inbetriebnahme und die Gewährleistung einer hohen Anlagenverfügbarkeit.
Wichtige Anforderungen bei der mehrjährigen Entwicklung waren ein reibungsloser Einbau der Drucksensoren und ein schnelles Zurechtfinden der Anwender in der Menüstruktur. Die Verfügbarkeit marktüblicher Prozessanschlüsse und elektrischer Ausgänge sowie die Abdeckung von Druckbereichen bis zu 600 Bar standen ebenfalls im Lastenheft. Bei der Montage sind Anwender flexibel, da der Sensorkopf um 340° frei drehbar und das Display für einen Überkopfeinbau umkehrbar ist. Die Sensoren erkennen automatisch, ob die Steuerung bzw. das Busmodul PNP-oder NPN-Signale erwarten. Werden analoge Ausgangssignale ausgewertet, gilt gleiches für Strom oder Spannung. Plug-&-Play wird zur gelebten Praxis.
Ein weiteres Feature ist ein einzigartiger Kompatibilitätsmodus innerhalb von IO-Link-Systemen. Die PS+-Serie unterstützt bei der Integration nämlich nicht nur das Turck-Datenprofil, sondern kann zusätzlich andere marktübliche Profile emulieren. In diesem Fall bleibt der Sensoraustausch von der Steuerung unbemerkt.
Bedienung mit Smartphone-Haptik
Die Bedienung des Sensors ähnelt der eines Smartphones. Die berührungsempfindlichen Tastenfelder sind auch mit diversen Handschuhtypen ohne Kraftaufwand oder gar umständliche Hilfsmittel zu bedienen und führen den Benutzer intuitiv durch das Klartext-Menü, dessen Struktur wahlweise entweder dem Turck- oder dem VDMA-Standard folgt. Ein weiterer Vorteil des Verzichts auf mechanische Bedienelemente: Abnutzung, Verschleiß und nachlassende Dichtheit gehören der Vergangenheit an.
Sensoren müssen in ihrer Gestaltung die Realität unterschiedlicher Anwendungsumgebungen berücksichtigen. Dazu zählt, dass sie zügig in Betrieb genommen werden können und eine Fehlbedienung verhindern. Der Sperrmechanismus der PS+ Serie verhindert daher eine ungewollte Betätigung: Zum Freischalten des Geräts ist eine Wischbewegung und gegebenenfalls ein Passwort nötig. Laufende Informationen über den Betriebszustand und Fehler liefern Status-LEDs, wobei auch das Display einen programmierbaren Farbwechsel von Grün auf Rot (und umgekehrt) zulässt, wenn definierte Schaltpunkte überschritten wurden.





