Martina Schili, Corporate Communications/Public Relations, Leuze Electronic GmbH + Co. KG
1. Visualisierung und Prüfung von Referenzcodes 2. Prüfung von Mindesthaltbarkeitsdaten 3. Eine rundum überzeugende Gesamtlösung
Bei der Entwicklung der Form-, Füll- und Verschließmaschine FMH 80 haben sich die Konstrukteure von SN Maschinenbau eine ganzheitliche Lösung verschiedener Aufgaben über ein einziges Kamerasystem einfallen lassen: Dafür haben sie bestehende Prozesse und Prinzipien hinterfragt, jedes einzelne Element, vom Safety-Konzept bis hin zur Visualiserung, auf den Prüfstand gestellt und nach neuen, kreativen sowie flexiblen Lösungen gesucht. Ziel war es, einerseits die Überwachung des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) wirtschatlich zu machen, andererseits Referenzcodes zu erkennen – letzteres beim Produktwechsel sogar automatisch umschaltbar. Eine dritte Applikation mit derselben Kamera sollte die Position der Druckmarke auf der Verpackung vermessen, eine entsprechende Stellgröße an einen Servoantrieb ausgeben und die Siegelstationen der vertikalen Siegelnähte im Prozess berichtigen. Hierdurch werden die Druckschwankungen auf der Verpackung automatisch korrigiert. „Herausgekommen ist ein innovatives Konstruktionskonzept, das die Basis für eine neue Generation von Beutelverpackungsmaschinen legt“, sagt Thomas Berger, Leiter der Elektroentwicklung bei SN Maschinenbau. Mit dem entstandenen Konzept wurde eine offene, hygienische Maschinenbauform – samt Kamerasystem von Leuze – mit reduziertem Teilevolumen realisiert, das versteckte Stellen und Kanten ausschließt und so eine sehr einfache Reinigung ermöglicht. Gleichzeitig konnte man den gestiegenen Anforderungen an Hygiene und Allergenfreiheit gerecht werden.
Visualisierung und Prüfung von Referenzcodes
Die in die Maschine einprogrammierten Produkte und Rezepturen werden direkt über die Steuerung gewechselt – ohne manuellen Eingriff durch einen Mitarbeiter. „Die erste Aufgabe stellt deshalb die Verifizierung von Referenzcodes dar“, erklärt Michael Fahr, Vertriebsspezialist bei Leuze Electronic. „Zudem muss eine Qualitätskontrolle jederzeit sicherstellen, dass der richtige Inhalt auch wirklich in die dafür vorgesehene richtige Verpackung abgefüllt wird.“ Hierzu bedarf es einer Visualisierungsoptik, die die Referenzcodes entsprechend liest und abgleicht. Bei dem dafür eingesetzten Visualisierungssystem LSIS 462i handelt es sich um eine kamerabasierte Technologie. Sie wird mit einem Kontrasttaster KRTM 20 kombiniert, der unterschiedliche Kontrastwerte der Druckmarken auf der Verpackung speichern kann, die direkt aus der Steuerung heraus abgerufen werden können. „Eine solch komfortable und gleichermaßen wirtschaftliche Lösung schwebte mir schon lange vor – bislang hatte ich jedoch noch keine Möglichkeit gefunden, diese Wirklichkeit werden zu lassen“, erklärt Thomas Berger von SN Maschinenbau.





