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    Neue Chancen und Arbeitsplätze durch KI
    Foto: Foto: Fotis Fotopoulos / Unsplash
    Software & Engineering

    Neue Chancen und Arbeitsplätze durch KI

    Künstliche Intelligenz ist deshalb so wichtig, weil sie zukünftig die Grundlage für die Realisierung von hochautomatisierten bzw. autonomen Systemen ist
    Veröffentlicht
    25. April 2018
    Lesezeit
    3 Minuten
    Rubrik
    Software & Engineering

    „Künstliche Intelligenz ist deshalb so wichtig, weil sie zukünftig die Grundlage für die Realisierung von hochautomatisierten beziehungsweise autonomen Systemen ist“, sagt VDI-Direktor Ralph Appel zum Auftakt der Hannover Messe 2018. Die Entwicklung dieser Systeme, wie etwa in der Mobilität, im Smart Home oder in der industriellen Produktion, sei ohne Künstliche Intelligenz (KI) nicht möglich. Sie zähle deshalb aus Sicht des VDI zu den Schlüsseltechnologien der kommenden Jahre. „KI ist der nächste logische Schritt im Rahmen der digitalen Transformation und sie wird daher zunehmend auch ein Feld für Ingenieurinnen und Ingenieure“, so Appel.

    Der größte deutsche Ingenieurverein präsentierte dazu auf der Messe die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage unter 900 Mitgliedern. Die Ergebnisse belegen sehr deutlich, dass der Einsatz von KI in der deutschen Industrie noch in den Kinderschuhen steckt: Knapp 60 Prozent der Befragten gaben an, KI derzeit lediglich zur Analyse von Daten zu nutzen. Dieses Bild verschiebt sich jedoch bei einem Blick in die nahe Zukunft. „In fünf Jahren“, so Appel, „dominiert zwar immer noch die Datenanalyse, aber es wird laut den Umfrageergebnissen damit gerechnet, dass KI wesentlich intensiver – genauer gesagt um den Faktor 3 – häufiger genutzt wird.“ Allein die Nutzung von KI im Bereich ‚Dialog Mensch und Maschine‘ steige von 5,6 Prozent auf 38 Prozent. Appel zufolge ein klares Indiz für das hohe Potenzial von KI in der industriellen Anwendung. Auch außerhalb der Industrie schätzen die Befragten das Potenzial, insbesondere bei den Themen autonomes Fahren in Zusammenhang mit Verkehrsverflüssigung und bei der Assistenzrobotik, hoch ein. „Spätestens hier wird dann auch in der Bevölkerung die Frage laut, inwieweit uns Roboter oder Assistenten mit KI die Arbeit wegnehmen“, so der VDI-Direktor weiter. Der VDI geht fest davon aus, dass das nicht passieren wird, da die aktuelle und wahrscheinlich auch mittelfristige Engpass-Situation auf dem Arbeitsmarkt nichts anderes erwarten lässt. Appel; „Wenn wir die digitale Transformation und die Möglichkeiten der KI richtig bewerten und angehen, wird daraus ein Jobmotor für Deutschland. Es entstehen neue Chancen und Arbeitsplätze, wenn wir mit den Risiken richtig umgehen.“

    Kurt Bettenhausen, Vorsitzender des interdisziplinären VDI-Gremiums Digitale Transformation, analysiert den Teil der Umfrage, in der sich die Befragten zur Situation in ihren Unternehmen äußern, so: „Hinsichtlich der Grundlagen ist Deutschland bei KI gut aufgestellt. Fehlende Digitalisierung in der Produktion verhindert den Einsatz von KI-Technologien. Digitalisierung und KI sind überwiegend nicht Chefsache.“ Knapp 64 Prozent gaben an, dass die Voraussetzungen zur Nutzung von KI fehlen würden. Ein in dieser Ausprägung überraschendes Ergebnis, dass Bettenhausen zufolge zeige, dass Industrie 4.0 noch nicht überall ausreichend einbezogen und umgesetzt sei.

    Eindeutig fiel die Bewertung bei der Bedeutung des Technologiestandorts Deutschland in Sachen KI aus. Bettenhausen: „Die USA ist die führende KI-Nation, so urteilen 80 Prozent der Befragten, gefolgt von China (55 Prozent). Deutschland landet mit 30,4 Prozent auf Platz drei.“ Deutschland brauche sich aber trotzdem nicht zu verstecken, denn es gebe drei Bereiche, in denen eine führende Rolle gesehen werde: der Forschung im Bereich der KI, der Anwendung von KI in der Robotik und der der Anwendung von KI im Rahmen des automatisierten bzw. des autonomen Fahrens. jke

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