Markus Weishaar, Head of Systems & Services, Dunkermotoren GmbH
Mit im Motor integrierter Steuerungsfunktionalität oder auch Condition Monitoring hat sich Dunkermotoren bereits vor dem Boom um das Industrial Internet of Things (IIoT) und Industrie 4.0 mit zukunftsweisenden Softwarelösungen beschäftigt. Gerade durch das IIoT entstehen nun aber nochmals völlig neue Möglichkeiten in den Bereichen Remote-Connectivity und dezentrale Steuerungstopologien.
Um die sich bietenden Möglichkeiten voll auszuschöpfen und für seine Kunden ein ganzheitliches Lösungsangebot zu schaffen, bündelt das Unternehmen nun sein Know-how in der Entwicklung von dezentralen Steuerungsprogrammierungen und IIoT-Lösungen unter der neuen Marke Nexofox. Ganzheitlich heißt für Nexofox zweierlei:
Im Bereich IIoT werden unter Nexofox übrigens auch Lösungen für die Automatisierungssysteme der Dunkermotoren-Tochter EGS angeboten.
SPS-Logik auf dem Motor
Nexofox fängt dort an, wo der reine Dunkermotor oder das EGS-Automatisierungssystem aufhört. So ermöglicht Nexofox die freie Motioncode-Programmierung der BG-Baureihe von Dunkermotoren, um SPS-Logik direkt auf dem Motor abzubilden. Damit bieten sich gleich mehrere interessante Anwendungsfälle, die für Kunden realisiert oder bei denen Kunden unterstützt werden. So kann etwa bei kleineren Anlagen wie AGVs oder FTS die gesamte Logik des Fahrzeugs auf den Motoren realisiert werden – ohne zusätzlichen Einbau einer SPS. Die nötigen Sensoren werden dann direkt über die digitalen und analogen IOs der Motoren angebunden. Der Motor kann über die integrierten CANopen- oder Industrial-Ethernet-Schnittstellen die Positionsbefehle vom Navigationsleitsystem empfangen und über die integrierte Safe-Torque-Off-Schnittstelle von der Safety angesprochen werden. Die Vorteile dieser Lösung liegen auf der Hand: Platz- und Kosteneinsparungen durch den Wegfall einer separaten SPS.
Nicht nur für kleine Anlagen ist dieser Ansatz interessant. Auch komplexere Maschinen können modular aufgebaut werden, indem alle zu einer Funktion gehörenden Achsen zu einem Modul gekoppelt werden. Die Sensoren werden wieder direkt an den Motor angeschlossen. Die zugehörige Steuerungslogik kann wie im oben genannten Beispiel direkt auf den Motoren realisiert werden. Dadurch entstehen nicht nur mechatronische Module, die aus einer zentralen SPS angesprochen werden, sondern die Module agieren voll autonom und beinhalten alle Informationen, die sie benötigen.
Dezentraler Ansatz als Plus





