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    Not-Halt-Geräte von Schlegel erfüllen EN 60947-5-5 und EN ISO 13850
    Foto: Foto: Ümit Yıldırım / Unsplash
    Safety & Security

    Not-Halt-Geräte von Schlegel erfüllen EN 60947-5-5 und EN ISO 13850

    Zweck der Not-Halt-Geräte ist es, Notfallsituationen schnell abzuwenden, um Schaden an Mensch und Maschine zu verhindern. Um sicherzustellen, dass
    Veröffentlicht
    25. Mai 2018
    Lesezeit
    5 Minuten
    Rubrik
    Safety & Security

    Die Georg Schlegel GmbH & Co. KG bietet ein umfangreiches Programm an Not-Halt-Geräten, mit dem sich anwendungstypische Anforderungen verschiedener Branchen erfüllen lassen – vom Maschinen- und Anlagenbau bis hin zu Aufzugs-, Fahrzeug-, Schiffs- und Kranbau. Dazu steht dem Kunden eine Vielfalt an klassischen Ausführungen zur Auswahl. Ein Plus an Sicherheit im Vergleich zu herkömmlichen Not-Halt-Tasten bieten beleuchtete Varianten, die den Zustand mithilfe eindeutiger Farbgebung signalisieren. Schlegel hat auch hierfür verschiedene Produkte im Portfolio und hat zusätzlich einen Not-Halt mit Diagnoseeinheit entwickelt, der kontinuierlich den Zustand der Beleuchtung überwacht.

    Selbstüberwachende Not-Halt-Geräte

    Die Produktion von Waren und Gütern erfolgt größtenteils über sehr komplexe und umfangreiche Produktionsanlagen. Diese Anlagen werden heutzutage nicht mehr als Komplettsystem betrieben, sondern in einzelne Bereiche unterteilt. Diese Unterteilung hat den Vorteil, dass Anlagen schneller an Produktionsänderungen angepasst werden können und im Ganzen ausfallsicherer sind. Außerdem lassen sich damit die einzelnen Bereiche jeweils durch ein Not-Halt-Gerät absichern. Gibt es einen Fehler in der Produktion oder besteht Gefahr für eine Person, wird durch Betätigen der jeweiligen Not-Halt-Taste der entsprechende Teil der Anlage in einen sicheren Zustand gebracht, der Rest des Systems bleibt aber weiterhin in Betrieb. Beim Einsatz von Not-Halt-Geräten sollte allerdings immer beachtet werden, dass die Not-Halt-Funktion eine ergänzende Schutzmaßnahme ist und nicht als Ersatz für Schutzmaßnahmen oder Sicherheitsfunktionen angewendet werden darf. Ein Not-Halt-Gerät besteht aus einem roten Taster, dem sogenannten Pilzknopf, und einem Kontaktgeber, der mit der elektrischen Steuerung verbunden ist. Wird der Pilzknopf in einer Notsituation betätigt, führt dies zum Öffnen der Kontaktbrücke im Kontaktgeber. Die elektrische Steuerung erkennt das Öffnen als Not-Halt-Signal und fährt die Anlage in den sicheren Zustand. Durch das Betätigen wird der Pilzknopf zusätzlich verriegelt und kann, je nach Ausführung, durch Drehen, Schlüsselentriegelung oder Ziehen entriegelt werden. So wird sichergestellt, dass die Anlage solange im sicheren Zustand verbleibt, bis der Schaden oder die Gefahr beseitigt wurde.

    Not-Halt-Geräte sind ein wichtiger Sicherheitsaspekt für Mensch und Maschine. Daher soll der korrekte Gebrauch und die Funktionalität durch verschiedene Maßnahmen sichergestellt werden. Um das versehentliche Auslösen eines Not-Halts durch Unachtsamkeit zu verhindern, muss zuerst ein gewisser Druckwiderstand überwunden werden, bevor dieser komplett durchgedrückt werden kann und einrastet. Zusätzlich lässt sich der Zustand eines Not-Halts über eine Schaltstellungsanzeige erkennen. Soll das Abschalten von Anlagen oder Maschinen durch Not-Halt-Geräte zuverlässiger werden, lässt sich durch einen zweiten Öffner-Kontakt ein redundantes System erzeugen. Das Signal zum Anhalten erfolgt auch dann, wenn einer der beiden Kontakte wegen eines elektrischen Fehlers (z.B. Leitungsunterbrechung, Kurzschluss) den neuen Zustand nicht signalisieren kann. Aber diese Sicherheitsmaßnahme versagt, wenn das Not-Halt-Gerät unsachgemäß montiert oder beschädigt wurde und der Pilzknopf nicht richtig mit dem Kontaktgeber verbunden ist. Das Betätigen der Not-Halt-Taste hat dann keine Auswirkung mehr auf den Kontaktgeber und bleibt wirkungslos.

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    Um auch diese Sicherheitslücke zu schließen, gibt es selbstüberwachende Not-Halt-Geräte. Die Selbstüberwachung erfolgt über einen zusätzlichen Schließerkontakt. Ist der Pilztaster korrekt mit dem Kontaktgeber verbunden, ist auch die Verbindung zur elektrischen Steuerung vorhanden. Geht diese Verbindung zwischen Pilzknopf und Kontaktgeber jedoch verloren, verhält sich das Not-Halt-Gerät ähnlich einem Betätigen der Not-Halt-Taste und löst das Signal zum Anhalten der Anlage aus. Selbstüberwachung bedeutet daher: Sind Pilzknopf und Kontaktgeber nicht korrekt miteinander montiert, lässt sich das System nicht in Betrieb nehmen oder schaltet ab, wenn beide im laufenden Betrieb, z.B. durch Abschlagen, getrennt werden.

    Aktive/inaktive Not-Halt-Geräte

    Um das Verwechseln von aktiven/inaktiven Not-Halt-Betätigern zu verhindern, mussten bis vor kurzem inaktive Not-Halts durch Wegschließen oder Abdecken unkenntlich gemacht werden, sobald das zum Not-Halt gehörende Bedienpanel oder Anlagenteil nicht mehr mit dem Gesamtsystem verbunden war. Mit der neuen EN ISO 13850:2015 können Not-Halt-Tasten den aktuellen Betriebszustand nun auch durch entsprechende Beleuchtung anzeigen. Um die Arbeitssicherheit zu erhöhen und inaktive Not-Halts besser erkennen zu können, hat Schlegel Not-Halt-Tasten entwickelt, die den aktiven und inaktiven Zustand nach diesem Prinzip signalisieren können. Der Pilzknopf bei den neuen aktiven/inaktiven Not-Halt-Betätigern wird nicht mehr rot eingefärbt, sondern besteht aus einem halbtransparenten Grauton. Durch die Transparenz kann der Pilz im aktiven Zustand rot beleuchtet werden und ist dadurch eindeutig als funktionierender Not-Halt erkennbar. Ist der Not-Halt inaktiv, bleibt der Schaltknopf unbeleuchtet und grau. Das versehentliche Betätigen eines scheinbar aktiven Not-Halts wird somit im Notfall vermieden, da dieser nicht mehr als Not-Halt wahrgenommen wird. Zur Verfügung stehen derzeit Varianten mit Flachsteck- und Printanschluss für Einbauöffnungen mit 16,2 mm oder 22,3 mm Durchmesser. Auf Kundenanfrage entwickelt das Unternehmen auch individuelle Lösungen, z.B. Komplettsysteme bestehend aus Bedientableau und Not-Halt.

    Not-Halt-Geräte mit Diagnoseeinheit

    Als Erweiterung zu den Sicherheitsfunktionen der aktiven/inaktiven Not-Halt-Betätiger hat Schlegel mit dem Not-Halt SET_QRBDUV_01 eine Diagnoseeinheit entwickelt, die kontinuierlich den Zustand der Beleuchtung überwacht. Kommt es zu einem kompletten oder auch nur teilweisen Ausfall der Beleuchtung oder unterschreitet die Leuchtkraft einen vorgegebenen Wert, löst der Not-Halt selbstständig und unverzüglich das Not-Halt-Signal aus. Zusätzlich wurde der Not-Halt-SET_QRBDUV_01 so konstruiert, dass sich Teilbetätigungen (nur ein Kanal öffnet) sowie Quer- und Erdschluss über den Anschluss eines Auswertegeräts erkennen lassen. Der Not-Halt- QRBDUV hat neben dem rot beleuchteten Pilzknopf auch einen gelb beleuchteten Blockierschutzkragen. Soll ein betätigter Not-Halt leichter zu identifizieren sein, kann die optionale Blinkfunktion des Blockierschutzkragens durch entsprechende Verdrahtung aktiviert werden. Der Not-Halt hat die Schutzart IP65 und ist als Bausatz für den Innenbereich oder als Gehäuseversion mit M12-Anschluss verfügbar.

    Umfangreiches Not-Halt Programm

    Das Not-Halt-Sortiment von Schlegel umfasst eine Vielzahl an Betätigern, die sich in Größe, Form und Einsatzbereich unterscheiden. Möglich sind Einbauöffnungen von 16,2 mm, 22,3 mm und 30,5 mm Durchmesser sowie 23 x 23 mm, 24 x 24 mm und 26 x 26 mm, Schutzarten von IP65 bis IP69K, Varianten mit Schutzkragen oder Blockierschutzkragen, Schlüsselentriegelung und Not-Halt-Geräte für den Hygienebereich. Fast alle Not-Aus-Taster können als Dreh- oder Zugentriegelung umgesetzt werden. Darüber hinaus erlaubt die Konstruktion der Geräte die zuverlässige Funktion bei Spannungen bis zu 440 V und für die immer häufiger geforderten Kleinspannungen. Dies wird durch die Selbstreinigungsfunktion der Kontakte und für guten Kontaktdruck dimensionierte Federn gewährleistet. Zur Auswahl stehen Silberkontakte oder Kontakte mit Goldauflage. Alle Kontaktgeber für Schraub-, Flachsteck-, Cage-Clamp- oder Schnellanschlüsse sind zwangsöffnend nach EN 60947-5-1 und ein- oder zweikanalig verfügbar. Je nach Ausführung sind maximal vier Öffner-Kontakte pro Not-Halt-Gerät möglich. ge

    Weitere Informationen zu den Not-Halt-Geräten:

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