Christian Lutz, CEO, Crate.io, Berlin
1. Die rote Ampel hat ausgedient 2. Mit Text-to-Speech zur Problembehebung 3. Kommunikationsmöglichkeit via Chat 4. Umfassendes Line-Steering notwendig 5. Konkret messbare Ergebnisse
Mit zunehmender Automation und Vernetzung verfügen die einzelnen Maschinen einer Fertigungslinie über eine mehr oder weniger große Anzahl von Sensoren sowie ein Interface, um alle mögliche Betriebsdaten auf einem eigenen Bildschirm zu überprüfen und die Funktionen zu steuern. Hinzu kommen Infrastruktur-Einrichtungen wie Förderbänder, Kompressoren, Kühlsysteme, Wasserkontroller, etc. In der Regel kommunizieren diese Systeme nicht miteinander. Seit Jahrzehnten werden Probleme daran erkannt, dass kleine Ampeln rot blinken, wenn die Funktion beeinträchtigt ist. Dieses System findet schon dann schnell seine Grenzen, wenn die Fertigung aus mehreren Linien mit einer Vielzahl von Maschinen besteht, die einander verdecken. Befindet sich ein Mitarbeiter gerade an der Produktionslinie 1, wird er die rote Ampel an der Linie 5 nicht wahrnehmen. Die Realität ist oftmals trivial. Der Mitarbeiter wird zunächst seine Tätigkeit an der Linie 1 beenden und dann mit dem Kontrollgang beginnen. Wird er auf das Problem an der Linie 5 aufmerksam, beginnt er am Bildschirm der Maschine mit der Fehleranalyse. Möglicherweise entdeckt er, dass das Problem beispielsweise am Durchmesser der zu produzierenden Flasche liegt. Dieses Problem kann aber gegebenenfalls nicht an der Linie 5 gelöst werden. Vielmehr muss er hierzu zur Maschine 4 auf Line 1 zurückkehren, um eine Adaptierung am Flaschenhals durchzuführen.
Die rote Ampel hat ausgedient
Es ist leicht zu erkennen, dass diese Vorgehensweise erst nach sehr langer Zeit (bis zu 15+min) zur Lösung des Problems an der richtigen Maschine führt. In der Zwischenzeit ist die Produktion einer bedeutenden Anzahl von Produkten fortgeschritten, die nun zu Ausschuss werden. Dieses System der weiten Wege ist hochgradig ineffizient. Insbesondere der Weg zur Lösung des Problems. Mit dem Einsatz einer Datenmanagement-Plattform, die auf die Anforderungen in der Fertigung abgestimmt ist, lässt sich dieses Dilemma beheben. Genau an diesem Punkt setzt etwa die Crate IoT Data Platform an. Sie ermöglicht es, durch Datensammlung, Anreicherung und Auswertung einen holistischen Blick auf die Produktion zu werfen und dem Mitarbeiter in Echtzeit (auch präventiv) die notwendigen Informationen bereitzustellen, wann ein Problem mit einer hohen Wahrscheinlichkeit aufgrund von Datentrends eintreten wird beziehungsweise bereits besteht. In diesem praktischen Beispiel wird der Produktionsmitarbeiter mit einem Smartphone inklusive einer „Notes App“ ausgestattet, die ihm Mitteilungen zusendet, wenn ein Problem erkannt wird. Diese Mitteilungen werden automatisch von einem Rules-System generiert, das alle verfügbaren Daten 24/7 aufgrund vorgefertigter Regeln und Checks überprüft.





