Kleinserien und eine flexible Fertigung zu den Bedingungen der Großserienproduktion gilt es heute umzusetzen. Technologien des Internets der Dinge (IoT), insbesondere auch die Künstliche Intelligenz (KI), können hier helfen und finden sich deswegen vermehrt auch in Fertigungsumgebungen. So lässt sich bei einer Steuerung im Mikrosekundentakt die erforderliche schnelle und hochpräzise Erfassung von Daten realisieren – etwa von Positions-, Schwingungs- und Temperaturwerten – und zeitlich exakt zuordnen. Der Vorteil: Durch die Analyse und Nutzung dieser kombinierten Daten können mögliche Maschinenfehler schnell vorhergesagt und Anlagenstillstände oder eine Verschlechterung der Produktqualität verhindert werden.
Die Integration von SPS-Funktionalität und KI im KI-Controller vermeidet dabei Nachteile alternativer Ansätze. Da durch die rasche Verbreitung des IoT mittlerweile das Datenaufkommen enorm gestiegen ist, wird eine Übertragung aller Daten in die Cloud zur Analyse mittels KI erschwert. Auch die Rückgabe von Daten an die verschiedensten Geräte erfolgt zeitverzögert, was ein in Fertigungsumgebungen erforderliches sofortige Ansprechen verhindert.
Bewegungsabläufe erlernen
Der KI-Controller von Omron kann Anzeichen von Anlagenstörungen sofort erkennen. Aufgrund der integrierten KI-Algorithmen kann er anhand von präzisen Sensordaten die wiederholten Bewegungsabläufe der Anlagen ‚erlernen‘, was Rückmeldungen für die Statusüberwachung und die Echtzeitsteuerung von Maschinen ermöglicht. Eingesetzt in Produktionsprozessen kann der neue Controller damit eine Reihe von Aufgaben übernehmen:
Um den praktischen Einsatz der KI-Technologie in der Fertigungsumgebung zu realisieren, treibt Omron weiterhin die Entwicklung in den Bereichen Controller, Bildverarbeitungssensoren und anderer KI-Produkte voran. Realisieren will man damit Fertigungsprozesse, die ‚frei von Fehlern und Stillständen sind‘. Das Unternehmen spricht dabei von ‚Intelligenz entwickelt durch IKT (Informations- und Kommunikations-Technologie)‘ und betont, dass sich damit auch das Know-how von Fachkräften in die Steuerungen von Anlagen und Prozessen integrieren lässt – angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels keine schlechte Idee. Erreicht wird dies durch den Einsatz einer breiten Palette von Fabrikautomatisierungsprodukten, die eine IoT-fähige automatisierte Produktion ermöglichen oder optimale KI-Algorithmen implementieren.
Bereits 2016 wurden erste Muster des Controllers an Kunden ausgeliefert und Untersuchungen durchgeführt. Diese fokussierten sich auf die Vorhersage und Analyse von Anlagenstörungen. 2018 soll dann die geplante Produkteinführung und Supportbereitstellung des neuen Controllers erfolgen.





