» Albert Rundel, Produktmanager EMEA, Renishaw GmbH, Pliezhausen
1. Wie können Quantic-Messsysteme die Rentabilität steigern und Durchlaufzeiten reduzieren? 2. Höhere Installationstoleranzen 3. Schnellere Maschinenkalibrierung mit weniger Wartungsaufwand 4. Konstruktive Flexibilität 5. Wissenswertes zur Quantic-Messsystembaureihe
Die Herausforderung, Maschinenbaugruppen mit immer engeren Bearbeitungstoleranzen zu niedrigen Produktionskosten fertigen zu müssen, ist nur allzu gut bekannt. Die heute verfügbaren Konstruktions- und Fertigungsverfahren können zu Kostensenkungen beitragen, Werkstücke mit engen Toleranzen sind allgemein jedoch mit höheren Kosten verbunden. Toleranzketten (auch „Toleranzsummierungen“ bezeichnet) treten auf, wenn Module aus Bauteilen montiert werden, die zusammenpassen müssen. Die Gesamttoleranz einer Baugruppe kann berechnet werden, indem die Toleranzen aller einzelnen Merkmale addiert werden. Daher kann sich die erforderliche Maßhaltigkeit jedes Teils mit zunehmender Anzahl der Teile in der Toleranzkette proportional erhöhen. Wird die Gesamtsumme der Maßtoleranzen einer Baugruppe erhöht, lassen sich erhebliche Kostensenkungen erzielen, da die Toleranzvorgaben für jede Einzelkomponente weniger streng sind. Zudem lässt sich die Zeit für die Ausrichtung und Montage von Baugruppen durch schnellere, gut durchdachte Installationsverfahren reduzieren, die dazu beitragen, sowohl die damit verbundenen Kosten als auch die Produktvorlaufzeiten zu minimieren.
Wie können Quantic-Messsysteme die Rentabilität steigern und Durchlaufzeiten reduzieren?
Optische Positionsmesssysteme werden in einer Vielzahl von Maschinen und Geräten eingesetzt. Sie bestehen aus einem elektrisch-optischen Lesekopf (Sensor) und einer codierten rotativen beziehungsweise linearen Maßverkörperung. Der Lesekopf misst die lineare Position oder Rotation durch die optische Erfassung der inkrementellen Teilungsperioden an der Maßverkörperung und gibt diese Information als analoges oder digitales Signal aus.
Höhere Installationstoleranzen
Betrachten wir das Beispiel eines Drehgebers, der auf einer Antriebswelle installiert ist. Die Welle ist so ausgeführt, dass eine Presssitzmontage eines Winkelmessrings, wie des RESM40 von Renishaw, möglich ist. Der Lesekopf wird auf einer Halterung so über dem Ring befestigt, dass der Abstand (Lesekopfabstand) zwischen der Oberfläche der Maßverkörperung und dem Lesekopf innerhalb einer Toleranz von ±0,1 mm gehalten wird. Würde die Toleranz des Lesekopfabstandes verdoppelt werden, könnten die Toleranzen an der Wellen- und Ringbaugruppe sowie der Lesekopfhalterung ebenfalls verdoppelt werden. Dies würde auf lange Sicht zu erheblichen Zeit- und Kosteneinsparungen in der Produktion führen.





