Trotz angespannter Lage auf den Rohstoffmärkten und den Auswirkungen des Ukraine-Krieges insbesondere hinsichtlich der Energiesituation wird Phoenix Contact das Geschäftsjahr 2022 mit einer Umsatzsteigerung von knapp 20 % und einem Gesamtumsatz von mehr als 3,5 Mrd. Euro abschließen. „Dabei liegt das Wachstum in allen Regionen weiterhin auf einem Niveau bei rund 20 %“, erklärte Ulrich Leidecker, COO bei der Phoenix Contact GmbH & Co. KG in Blomberg zur SPS in Nürnberg: „Bedingt durch Währungseffekte beträgt das Wachstum im amerikanischen Raum mehr als 40 %.“ Weltweit stieg die Zahl der Mitarbeitenden laurt COO auf fast 22.000. Wichtige Projekte des Unternehmens waren laut Leidecker die Audits zur Zertifizierung des Umweltmanagementsystems nach ISO 14001 sowie die Akkreditierung des Prüf- und Freigabelabors nach ISO/IEC 17025 bestanden. Darüber hinaus erfülle Phoenix Contact EMobility die hohen Qualitäts und Prozessanforderungen der Automobilindustrie nach IATF 16949.
Investitionen in 2022
Auch in 2022 hat das Unternehmenn deutlich investiert. Insgesamt sind weltweit rund 240 Mio. Euro angestrebt, die in Gebäude, Werkzeuge und Maschinen fließen werden. In 2022 habe ein Schwerpunkt auf dem Ausbau des Standorts in Blomberg gelegen. Problematisch sieht der COO jedoch die Engpässe bei Maschinen und Anlagen. Um das Unternehmen auch in den zukünftigen Jahren weiterentwickeln und Raum für Wachstum geben zu können, rückt auch das Thema Fachkräftemangel weiter in den Blickpunkt.
Nachhaltigkeit und internationale Kooperationen
Um Entwicklungen voranzutreiben, erneuerbare Solarenergie in Wasserstoff umzuwandeln, um sie an andere Orte transportieren zu können, ist Phoenix Contact jetzt als Associated Partner der Dii Desert Energy beigetreten. Seit Ende 2018 arbeitet Phoenix Contact außerdem gemeinsam mit weiteren Herstellern der Automatisierungsbranche unter der Federführung der ZVElIs an dem Digitalen Typenschild. „Auch dieses Projekt wird uns in Richtung Nachhaltigkeit im produktnahen Umfeld einen entscheidenden Schritt weiterbringen und alle, und damit auch kleinere an der Lieferkette beteiligten Unternehmen, aufwandsarm mit einzubeziehen“, erläuterte Ulrich Leidecker: „Dabei verfolgen wir das Ziel, das althergebrachte Typenschild vollständig zu digitalisieren.“ Es bietet, basierend auf den internationalen Standards mit OQR-Code gemäß IEC 61406, die Chancen, Europas Wettbewerbsfähigkeit bei Industrie 4.0 weiter auszubauen. Dafür ist aber zunächst eine Anpassung der deutschen und auch der EU-Richtlinien wie der EU-Maschinenrichtlinie an die neuen digitalen Gegebenheiten notwendig und hat als Blaupause für einen Digital Product Pass europaweites Nutzenpotential.“
Nachhaltigkeit im All Electric Society Park in Blomberg





