Daniel Korte, Technologiemanager PLCnext Technology, und Daniel Buschatzky, Mitarbeiter im Bereich PLCnext Technology, Phoenix Contact Electronics GmbH, Bad Pyrmont
Automatisierungssysteme erfordern ein komplexes Zusammenspiel von Hard- und Software. Dabei verschiebt sich die Wertschöpfung in der industriellen Automatisierungstechnik aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung sehr schnell zugunsten der Softwareentwicklung. Das bedingt ein umfangreiches Know-how aus unterschiedlichen Domänen: Softwarelösungen, die ursprünglich außerhalb der Automatisierungstechnik angesiedelt waren, rücken zunehmend in den Fokus der Steuerungsprogrammierer. Der Aufbau des notwendigen Know-hows, das nicht in jedem Unternehmen vorhanden ist, erweist sich als kosten- und zeitintensiv. Vor diesem Hintergrund bietet Phoenix Contact mit PLCnext Technology ein offenes Ökosystem für die industrielle Automatisierungstechnik an, das neben einer offenen Hardwareplattform eine modulare Engineeringsoftware, einen digitalen Softwaremarktplatz sowie eine globale Community bereitstellt. Auf diese Weise setzt das Ökosystem alle Anforderungen zur Digitalisierung von Maschinen und Anlagen bestens um, beispielsweise die Schaffung einer Schnittstelle zwischen OT und IT.
Einen wesentlichen Pfeiler der PLCnext Technology bildet der PLCnext Store. Hierbei handelt es sich um einen digitalen Softwaremarktplatz, der Softwareapplikationen enthält, mit denen sich die Funktionen der PLCnext-Steuerungen direkt und einfach erweitern lassen. Durch Nutzung der passenden Apps erspart sich der Programmierer aufwendige Schritte bei der Codeerstellung und beschleunigt somit die Applikationsentwicklung. Als zentrale Plattform stellt der PLCnext Store einen wichtigen Kontaktpunkt zwischen App-Entwicklern und -Nutzern dar und verbindet so die Welten der Domänenexperten im Softwarebereich mit den Automatisierungs- und Steuerungsexperten.
Fokus auf der einfachen Handhabung
Auf der anderen Seite bietet der Store den Entwicklern eine professionelle Plattform zur Distribution der eigenen Software sowie den Zugang zu einer Vielzahl internationaler Kundengruppen. Damit vereinfacht sich der Vertrieb spezialisierter Softwarelösungen. Dazu kann sich der Entwickler im Store auf einer eigenen Seite präsentieren und seine Fähigkeiten einer großen Gruppe von Nutzern vorstellen. Für jede App ist eine gesonderte Seite auf dem Marktplatz vorgesehen. Hier lassen sich die Funktionen der Softwareapplikation beschreiben sowie weitere Informationen wie Tutorials, Handbücher oder Broschüren zur Verfügung stellen.
Über den digitalen Marktplatz wird die jeweilige App einfach monetarisiert, während sämtliche notwendigen Prozesse hochautomatisiert ablaufen. Der PLCnext Store übernimmt sowohl den ersten Kundenkontakt als auch die App-Distribution und Zahlungsabwicklung. Die Preisgestaltung erfolgt hingegen direkt über den App-Entwickler: Er bestimmt, wieviel Euro seine Softwarelösung kostet. Die Entscheidung, welcher Preisrahmen am besten passt, kann dabei variieren und eröffnet dem Entwickler ein hohes Maß an Flexibilität. Darüber hinaus profitiert er von einfachen Prozessen bei der Registrierung und App-Erstellung sowie von einem sicheren State-of-the-Art-Lizenzmechanismus. Sein Know-how wird also geschützt und die Durchführung der kommerziellen Prozesse ist sichergestellt.





