Patrick Flatt ist Vertriebsingenieur, Hans Turck GmbH & Co. KG
1. Potenzialanalyse in der Smart Factory OWL 2. Busfähiges System statt Kabelnester 3. Kaskadierung von 115 PTL-Modulen 4. Quittieren per Touch oder optischem Sensor 5. Put-to-Light am Kurzzeitregal 6. Drahtlos-Kommunikation für entlegene Bereiche 7. Weitere Arbeitsplätze ausgerüstet
Systemanbieter versorgen ihre Kunden mit Komplettpaketen, von der Idee bis zur Realisierung. Vorteil gegenüber dem Geschäft mit Nischen-Komponenten ist eine geringere Abhängigkeit von anderen Marktteilnehmern – vor allem aber erhalten Endabnehmer eine Lösung mit aufeinander abgestimmten Produkten. Stammen diese Artikel größtenteils aus eigener Fertigung und sind zudem variantenreich, wird das Systemgeschäft schnell zur Herausforderung für Mitarbeiter in Montage und Logistik.
Lagerloser IO-Link-Drehgeber für Ex-Bereiche von Turck
Vielfalt im Portfolio findet sich dann in vielen unterschiedlichen Arbeitsschritten wieder, mit hohem Papierbedarf für Aufträge und Anweisungen. Hinzu kommt das Anlernen neuer Mitarbeiter, etwa bei kurzfristiger Besetzung während Urlaubs- oder Krankheitszeiten. So erlebte es auch die mittelständische KEB Automation, die als international agierender Spezialist für Antriebs- und Steuerungstechnik auf Durchgängigkeit im Produktangebot vertraut – ob Steuerung, HMI und Frequenzumrichter für einen Maschinenbaubetrieb oder elektromagnetisches System zum Starten, Stoppen und Positionieren von Windkraftanlagen.
Potenzialanalyse in der Smart Factory OWL
„Wir reden über einige hundert Gerätevarianten je Arbeitsplatz“, verdeutlicht Phillip Hannesen, Projektingenieur in der Elektronikfertigung am KEB-Firmensitz in Barntrup. „Darunter gibt es Varianten, die so selten gebaut werden, dass ein neuerer Mitarbeiter diese vielleicht noch gar nicht kennt.“
IP67-Ethernet-Safety-I/O-Module von Turck
Bei zahlreichen Auftragslisten und teils langen Anlernzeiten sei der Entschluss gereift, ein Assistenzsystem für manuelle Tätigkeiten in Produktions- und Verpackungsbereichen einzuführen. Ein Anschauungsbeispiel fand sich gleich in der Nachbarschaft: auf der Demonstrationsplattform der Smart Factory OWL in Lemgo. Dort testeten die KEB-Ingenieure eine Montagestation mit lichtgesteuerter, belegloser Werkerführung über Pick-to-Light. Für Hannesen und sein Team war dies der Startschuss für ein Pilotprojekt, das die Ostwestfalen in Zusammenarbeit mit der Hans Turck GmbH & Co. KG, Mülheim an der Ruhr, umsetzten.





