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    Pilz ist gut ins Geschäftsjahr 2018 gestartet
    Foto: Foto: mos design / Unsplash
    Safety & Security

    Pilz ist gut ins Geschäftsjahr 2018 gestartet

    2018 wird Pilz-Portfolio im Bereich Robotik erweitert: Pilz-Service-Robotik-Module umfassen den Manipulator, das Steuerungsmodul und das Bedienmodul
    Veröffentlicht
    18. April 2018
    Lesezeit
    4 Minuten
    Rubrik
    Safety & Security

    Die Unternehmensgruppe erzielte im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von 338 Mio. Euro. Das entspricht einem Plus von 10,6 % gegenüber dem Vorjahr. Zum Stichtag 31.12.2017 beschäftigte Pilz 2346 Mitarbeiter in weltweit 40 Tochtergesellschaften, was einen Zuwachs von 8 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2016 entspricht, und 1067 Menschen am Stammsitz in Ostfildern – 42 Mitarbeiter mehr als im Vorjahr. Der weitergestiegene Exportanteil von 71,9 % unterstreicht dabei die starke internationale Ausrichtung des Anbieters von Automatisierungslösungen. Maßgeblichen Anteil am guten Ergebnis hatte vor allem die starke Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen auf dem asiatischen Markt: Asien war 2017 mit über 30 % die am stärksten wachsende Region bei Pilz und zeigt für die Zukunft großes Potential. Mit Blick auf die Produktbereiche konnte Pilz bei den klassischen Segmenten wie den Sicherheitsschaltgeräten wachsen und aus Unternehmenssicht ist auch das kontinuierliche Wachstum in den Bereichen Sensorik und Dienstleistungen erfreulich. „Ich blicke mit großer Dankbarkeit auf das Geschäftsjahr 2017 zurück: Wir haben unsere wirtschaftlichen Ziele übertroffen, konnten die Zahl der Mitarbeiter erhöhen und haben mit dem Ausbau der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten am Stammsitz Ostfildern und einen Neubau für das Software-Entwicklungszentrum im irischen Cork in die Zukunft investiert“, erklärt Susanne Kunschert, geschäftsführende Gesellschafterin der Pilz GmbH & Co.KG. „Wir wollen weiterwachsen. In das Geschäftsjahr 2018 sind wir gut gestartet und mit Blick auf den aktuellen Auftragseingang liegen wir im Plan.“

    Im Mittelpunkt des diesjährigen Messeauftritts von Pilz auf der Hannover Messe steht das Thema der modularen Schutztürsysteme. In diesem Zusammenhang präsentiert das Unternehmen seine neue Variante des sicheren und Industrie-4.0-fähigen Schutztürsystems PSENmlock: Das System mit Reihenschaltung ermöglicht eine kostengünstige Installation dank reduziertem Verkabelungsaufwand, eine Fluchtentriegelung ist in zwei Ausführungen als optionales Zubehör erhältlich und die Safety Device Diagnostics (SDD) für eine umfangreiche Diagnose komplettiert die Schutztürlösung. Dabei kann die Zuhaltung einzelner Sensoren in der Kette nun mit SDD erstmals gezielt angesteuert werden. Darüber hinaus wird in Hannover die neue Taster-Unit PITgatebox zur einfachen Bedienung und Ansteuerung von Schutztürsystemen gezeigt. Mit ihr lassen sich Befehle wie Aktivieren, Stopp oder das Quittieren der Maschine oder Anlage steuern. Die vorkonfigurierten Varianten mit verschiedenen Kombinationen aus Drucktastern, Schlüsselschalter und Not-Halt-Taster bieten dabei große Flexibilität für individuelle Anwendungen. Insbesondere auch in Verbindung mit den sicheren Schutztürsystemen PSENmlock und PSENslock kann die PITgatebox zudem eine individuelle und modulare Schutztürlösung aus einer Hand bilden. Und ebenfalls neu in Hannover ist die Hardware-Lösung Pilz-Security-Bridge, die wie eine Firewall fungiert. Damit bietet das Unternehmen für die konfigurierbaren Kleinsteuerungen PNOZmulti und das Automatisierungssystems PSS 4000 einen wirksamen Schutz vor netzwerkbasierten Angriffen sowie vor unautorisiertem Zugriff über das Netzwerk. Das Antriebsportfolio des Automatisierungsanbieters wurde um den Energiespeicher PMCenergy SD erweitert. Sein Einsatz in Verbindung mit den Servoverstärkern PMCprotego D oder PMCtendo DD5 kann zu Energieeinsparungen führen. Der Energiespeicher nimmt dazu vorhandene Bremsenergie auf und speichert sie zwischen – ohne Rückwirkungen an das Netz. Da sich die Zwischenkreise der Servoverstärker dabei einfach miteinander verbinden lassen, genügt ein Energiespeicher pro Achsgruppe. Zudem stehen für die Energiespeicher PMCenergy SD zusätzlich Module zur Verfügung, mit denen das Speichervolumen einfach erweitert werden kann.

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    2018 wird das Pilz-Portfolio außerdem im Bereich Robotik erweitert: Die Pilz-Service-Robotik-Module umfassen zu Beginn den Manipulator, das Steuerungsmodul und das Bedienmodul. Sie bilden zusammen ein von der DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) zertifiziertes Paket nach EN ISO 10218-1 „Industrieroboter – Sicherheitsanforderungen“ und bringen damit alle Voraussetzungen für die Umsetzung sicherer Roboterapplikationen mit. Zu den Einsatzgebieten gehören beispielsweise Pick-&-Place-Anwendungen sowie modulare teilautomatisierte „Klein-Roboterzellen“ in der Industrie. Zu den wesentlichen Merkmalen der Module gehören Offenheit, beispielsweise aufgrund des Software-Frameworks ROS (Robot Operating System), eine anwenderfreundliche Bedienung sowie eine schnelle Inbetriebnahme nach dem Plug-and-Play-Prinzip. So können sich Anwender ihre individuelle Service-Roboter-Applikation zusammenstellen. Der Manipulator PSIRist ein von Pilz entwickelter Roboterarm mit einer Traglast von 6 kg. Dank 6 Achsen, einem Gewicht von 20 kg und einer 24-VDC-Stromversorgung ist er sehr gut für mobile Anwendungen zum Beispiel in Kombination mit einem Fahrerlosen Transportsystem (FTS) einsetzbar. Im Steuerungsmodul PRCM übernimmt die Antriebs- und Steuerungstechnik von Pilz die Bewegungs- und Sicherheitssteuerung des Roboters. Unterstützt werden dabei offene Industrie-Kommunikationsprotokolle wie CANopen, Ethercat oder Profibus. Zudem lässt sich das PRCM sowohl mit den SPS-Sprachen nach IEC 61131-3 als auch über das Open-Source-Framework ROS programmieren und bietet damit große Offenheit für funktionale Erweiterungen. Pilz hat dafür auf Basis des bislang aus dem Forschungsumfeld bekannten ROS-Frameworks Software-Module für die Roboter-Steuerung entwickelt. Und das Bedienmodul PRTM erlaubt aufgrund einer von Pilz entwickelten Bedien- und Visualisierungssoftware die Bedienung des Roboters über eine grafische Benutzeroberfläche. Das Panel bietet die Funktionen Betriebsartenwahl, Not-Halt sowie Diagnose und erlaubt damit das einfache Einrichten und Teachen des Roboter-Arms über ein sensitives Touch-Display. Erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden die Service-Roboter-Module auf der Messe Automatica 2018 vom 19. bis 22. Juni 2018 in München. ik

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