Maximilian Fischer, Gründer der Actyx AG, München
Hinweis: Die hier vorgestellte Lösung wurde in der Rubrik DIGITALIZATION für den Automation Award 2021 nominiert.
1. Probleme per Edge-Computing direkt erkennen 2. Vorteile des Edge Computing 3. Lokale Rechenkapazität anstelle zentraler Server 4. Orchestrierung von Produktionen 5. Edge-Computing-Plattform ermöglicht schnelle Implementierung 6. Digitalisierung wird greifbar 7. Praxisbeispiel CTA
Innerhalb einer Fabrik sind jede Maschine, jeder Prozess und jeder Sensor eine potentielle Datenquelle, die sich in Echtzeit verwenden lässt. Kann man diese Daten auslesen und verfügbar machen, lassen sich datenbasierte Entscheidungen treffen, die sich am Ende in höherer Produktivität und geringeren Kosten niederschlagen.
Fertigungsprozesse eignen sich daher sehr gut, um ‚on the Edge‘ optimiert und gesteuert zu werden. Gerade in Zeiten des digitalen Aufschwungs haben Fabriken, die ihre Prozesse datenbasiert optimieren, einen klaren Wettbewerbsvorteil. Dafür ist es wichtig, dass Daten schnell und zuverlässig bearbeitet werden können. Der Edge-Computing-Ansatz bringt hier viele Vorteile.
Probleme per Edge Computing direkt erkennen
Mit Hilfe des Edge-Computings können Maschinendaten direkt auf der Maschine ausgewertet werden. So kann etwa eine Abfüllmaschine auf Basis der Umgebungs- und Füllguttemperatur Parameter nachjustieren, um den optimalen Durchfluss zu bekommen. Dank Edge-Computing kann die Maschine ein solches Problem direkt erkennen und darauf reagieren – ganz ohne Daten an einen externen Server oder in die Cloud zu schicken.
Vorteile des Edge Computing
Der Vorteil des Edge-Computings zeigt sich vor allem, wenn mehrere Parteien am Prozess beteiligt sind. Am Beispiel der Abfüllmaschine: Die Anpassung der Durchflussgeschwindigkeit in der Maschine hat eine geänderte Taktung zur Folge. Diese Taktung ist ein wichtiger Parameter für die nachfolgende verarbeitende Maschine. Eine auf Edge-Computing bauende Software ermöglicht es, diesen Informationsaustausch lokal stattfinden zu lassen. Die verarbeitende Maschine kann ihre Einstellungen angleichen, ohne dass Daten die Fabrik verlassen. Das beschleunigt nicht nur Rechenprozesse, sondern erhöht auch die Ausfallsicherheit des Prozesses. Analog können weitere Maschinen in den Prozess eingebunden werden oder sogar Roboter, wie selbstfahrende Transportfahrzeuge zur Just-in-time-Belieferung der Maschine mit Materialien.





