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    Pneumatik kommt mit Festo im Digitalzeitalter an
    Foto: Foto: Jonas Morgner / Unsplash
    Industrie 4.0 & IIoT

    Pneumatik kommt mit Festo im Digitalzeitalter an

    Mit Festo Motion Terminal schlägt Festo die Brücke von der ‚alten‘ Pneumatik zur elektrischen Automatisierung. Ventilfunktionen lassen sich nun per App
    Veröffentlicht
    15. November 2017
    Lesezeit
    2 Minuten
    Rubrik
    Industrie 4.0 & IIoT

    Digital erweiterte Produkte von Festo beschleunigen Prozesse bei unseren Kunden, vom Konstruktionsprozess der Maschine bis hin zum Service“, sagt Dr. Ansgar Kriwet, Vorstand Sales der Festo AG & Co KG. Dass sich auch überwiegend mechanische Produkte in intelligente cyber-physische Systeme überführen lassen, haben die Pneumatik- und Automatisierungsspezialisten zur Hannover Messe 2017 mit ihrem Konzept zur digitalisierten Pneumatik unter der Bezeichnung Festo Motion Terminal gezeigt. Der Trick dabei: Piezotechnologie sowie integrierte Hub- und Drucksensorik machen Ventile zu Industrie-4.0-Komponenten – die Funktion lässt sich über sogenannte Motion Apps beeinflussen und variieren. „Das was früher nur durch Ventilwechsel zu erreichen war, lässt sich auf diese Weise nun über Software lösen!“, betont Kriwet. „Gleichzeitig schlägt dies die Brücke von der ‚alten‘ Pneumatik zur elektrischen Automatisierung!“

    Die Adaption einer Maschine auf neue Formate lässt sich mit Festo Motion Terminal auch hinsichtlich der Pneumatik mittels Parameteränderung über Apps steuern. Ein weiteres Plus ist, dass die integrierte intelligente Sensorik für Regelung und Diagnose ‚selbst lernt‘ und Zusatzkomponenten überflüssig macht. „Damit fokussieren wir uns auf sogenannte ‚Collaboration Products’ – also Produkte, die Pneumatik und Elektrik verbinden oder Feldgeräte mit der ERP- und Leitebene“, so Kriwet weiter. „Nicht zuletzt treiben Vernetzung, Anpassungsfähigkeit, Energieeffizienz und neue Business-Modelle Industrie 4.0 und das Internet der Dinge an.“

    „Wir arbeiten intensiv mit anderen Unternehmen im ZVEI sowie bei der Plattform Industrie 4.0 mit, um eine gemeinsame Referenzarchitektur zu schaffen“, ergänzt Dr. Michael Hoffmeister, Management-Experte im neu gegründeten Geschäftsbereich Digital Business bei Festo. „Produkte und Lösungen werden mit Hilfe digitaler Zwillinge in der Verwaltungsschale verankert – womit wir den nächsten Schritt hin zur Interoperabilität machen.“ Das Typenschild erhält dazu den sogenannten ‚Festo Product Key‘, einen Data-Matrix-Code. „Das ist der Schlüssel in die Welt der Industrie 4.0“, so Hoffmeister weiter. Der Product Key wird mit der neu geschaffenen Festo App World verlinkt sein, die den Zugang zu Upgrades und Dienstleistungen für ein spezifisches Element ermöglicht – unter anderem auch zu Apps für Motion Terminal.

    Konkret kann dieser Zugriff über das IoT-Gateway CPX-IoT erfolgen, eine erste Lösung, um Komponenten und Module aus der Feldebene über ihre OPC-UA-Schnittstelle sicher mit der Festo Cloud zu verbinden. Das Gateway erlaubt auch den Zugriff auf die jeweiligen Komponenten über einen Web-Browser. Vorkonfigurierte und individuell beeinflussbare Dashboards mit Diagrammen und Ampelanzeigen für Energieüberwachung, vorbeugende Instandhaltung sowie Leistungskennzahlen bieten die Chance, Informationen zu gewinnen, über die sich letztlich die Gesamtanlageneffektivität steigern lässt. Das IoT-Gateway verbindet auf diese Weise schon das Festo Motion Terminal, das Energy-Monitoring-Modul MSE6-E2M oder Handling-Systeme per OPC UA mit der Cloud, so dass sich Trendanalysen ableiten und Frühwarnsysteme sowie automatische Benachrichtigungen bei Zwischenfällen einrichten lassen.

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    Übrigens: Für die modulare Handhabungsplattform YXMx bietet Festo bereits eine verkaufsfähige Systemlösung. Sie besteht aus der eigentlichen Kinematik mit Steuerung, den entsprechenden Software-Paketen zu Bewegungsaufgaben sowie dem Condition Monitoring. Realisieren lassen sich so etwa präzise Kurvenfahrten zum Bewegen von Werkstücken oder Werkzeugen, geeignet insbesondere für die Elektronik- und Kleinteilefertigung. Eine App ermöglicht darüber hinaus die Cloud-basierte Visualisierung. co

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