Welche Chancen sich dank IoT und 5G für die Elektronikfertigungsindustrie eröffnen, erfahren Besucher „live“ vom 16. bis 19. November auf der Productronica 2021 auf dem Gelände der Messe München.
Allein der globale Markt für IoT in der Fertigung soll bis 2023 – Market Research Future zufolge – mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 24% auf 751,3 Mrd. US-Dollar steigen. Grand View Research prognostiziert in dem Bereich weltweit ein Marktvolumen von 1.11 Bio. USDollar bis 2028. Gründe für den optimistischen Ausblick sehen die Analysten in der fortschreitenden Automatisierung, dem Predictive Maintenance und im Supply Chain Management.
5G als Grundlage für den nächsten Schritt des IoT
Durch den neuen Mobilfunkstandard 5G erlebt die Palette der Anwendungen nun eine deutliche Ausweitung. Und das nicht nur im industriellen Umfeld, sondern auch in den Bereichen Energie, Gesundheit, Wissenschaft und Consumer. Mit hoher Bandbreite und Übertragungsqualität sowie geringer Latenz stellt 5G in vielen Bereichen die technische Grundlage für den nächsten Entwicklungsschritt des IoT dar.
Eine Basis allerdings, die nicht perfekt ist. Denn schon beginnen Forscher und Unternehmen den nächsten Mobilfunkstandard 6G vorzubereiten. Der scheint dann zu erfüllen, was eigentlich 5G schon versprochen hatte. So jedenfalls Ivan Ndip vom Fraunhofer Institut IZM in einem Interview. 6G soll die Leistungsfähigkeit des Mobilfunks in Sachen Spitzendurchsatz, Anwenderdatenrate, Zuverlässigkeit, Latenz sowie Energieeffizienz und Lokalisierungsgenauigkeit noch einmal deutlich steigern. So lässt die Nutzung von Terahertz-Frequenzen ab 100 GHz Datenraten bis zu 1 Tbit/s und Latenzen von ca. 100 μs zu – also das Fünfzigfache der Datenrate und ein Zehntel der Latenz von 5G. Und das bei einer gleichzeitig sehr viel höheren Verbindungsdichte (Geräte/Quadratkilometer). 5G unterstützt hier „nur“ bis zu einer Million vernetzter IoT-Geräte auf einer Fläche von einem Quadratkilometer. 6G peilt das Zehnfache an.
Wissenschaftler des KIT und des Fraunhofer IAF arbeiten an 6G
Halbleitermarkt profitiert von IoT und 5G
Das schnelle Wachstum vernetzter IoT-Geräte verlangt dabei nicht nur immer mehr Halbleiter, sondern auch immer höherwertigere Halbleiterkomponenten. Und das über alle Industriesegmente und „IoT-Verwandten“ (IIoT, IoMT, AIoT, etc) hinweg. So erwartet IoT Analytics für den IoT-Halbleitermarkt eine Steigerung von 33 Mrd. (2020) auf 80 Mrd. US-Dollar bis 2025. Im Mittelpunkt stehen IoT-Mikrocontroller (MCUs) sowie Chipsets für IoT-Connectivity, IoT-AI und IoTSecurity.





