Karl Vogel, Marketing-Manager, BEx-Solution GmbH in Karlsruhe
In der Vergangenheit waren konventionell verdrahtete Anlagen üblich. Heutzutage haben sich der Einsatz von Feldbustechnik und die Verwendung von Remote-IO-Systemen in der Industrie durchgesetzt. Das reduziert den Verkabelungsaufwand und spart so Kosten. Insbesondere kompakte Remote-IO-Module erlauben eine räumliche Aufteilung des Systems im Feld. Sensoren und Aktuatoren im explosionsgefährdeten Bereich können jetzt direkt an das BEx1-Modul angeschlossen werden. Trennschaltverstärker sowie analoge und digitale IO-Baugruppen sind im sicheren Bereich nicht mehr notwendig.
Vorteil kompakter Bauform
BEx1 kann direkt im explosionsgefährdeten Bereich als Interface zwischen den Signalen der Sensoren bzw. Aktuatoren und der externen Steuerung installiert werden. Mit dem Gerät ist es möglich, bis zu 32 Signale direkt an einem kompakten Modul anzuschließen. Alle Signale werden zusammengeführt und über den integrierten Buskoppler verarbeitet. Die Datenkommunikation zur externen Steuerung sowie den weiteren Teilnehmern erfolgt über den integrierten Switch.
Als Basis für die Hardware dient ein 32-Bit-Prozessor der Net-X-Familie von Hilscher. Der verwendete Software-Stack unterstützt die gängigen Real-Time-Ethernet-Systeme Profinet, Ethernet-IP sowie Ethernet Powerlink und Modbus. Weiterhin sind die Feldbusschnittstellen Canopen, CC-Link/CompoNet und Profibus integriert. Das Gehäuse ist aus massivem Aluminium hergestellt. Die Oberfläche ist zusätzlich galvanisiert und besonders widerstandfähig gegen Umwelteinflüsse. Der Vorteil von metallischen Gehäusen besteht darin, dass an deren Oberfläche, im Gegensatz zu Kunststoffgehäusen, keine elektrostatische Auladung entsteht.
Eingänge erfüllen die Namur-Norm
Bei der Entwicklung von BEx1 wurde großer Wert auf die multifunktionale Ausführung gelegt. Im Gerät stehen 32 Kanäle zur Verfügung, aufgeteilt in achtfacher Ausführung mit je einem digitalen Eingang, einem digitalen Ausgang sowie einem analogen Eingang und einem analogen Ausgang. Die digitalen Eingänge erfüllen die Namur-Norm. Der analoge Bereich kann Signale von 0 bis 25 mA verarbeiten und ist somit offen und kompatibel für den Anschluss einer Vielzahl unterschiedlicher Sensoren und Aktuatoren.
Besondere Eigenschaft des BEx1 ist der kompakte Aufbau, die Multifunktionalität und die einfache Einbindung in die Feldebene. Bei der Entwicklung der Software wurde besonders darauf geachtet, dass der Anwender sich nicht mit Programmier- oder Parametrieraufgaben beschäftigen muss, sondern per Plug & Play arbeiten kann. Für eine schnelle und übersichtliche Statusanzeige sind pro Kanal mehrfarbige LEDs vorhanden.





